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Cilento Nationalpark: Was Italien ausmacht |
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Seite 1 von 2 Der Cilento Nationalpark ist der zweitgrößte des Landes. In Kampanien, südlich
von Neapel gelegen, bietet er alles, was Italien ausmacht: Atemberaubende Natur
und Landschaft, üppige Flora und Fauna, dazu geschichtsträchtige Stätten der
Vergangenheit. Seit 1998 steht der Park auf der UNESCO-Welterbe-Liste.
Was seit Jahrtausenden im Cilento mit seiner Vielgestaltigkeit begeistert und
Natur- und Kulturhungrige gleichermaßen entzückt, steht seit 1998 auf der
UNESCO-Welterbe-Liste. Der Cilento Nationalpark, seit den 1970ern geplant und
1991 eingeweiht, ist eines der schönsten Naturschutzgebiete des Mittelmeerraums.
Er gilt über weite Strecken immer noch als Geheimtipp.
Zudem bietet der zweitgrößte Nationalpark Italiens ein höchst
geschichtsträchtiges Terrain mit faszinierenden archäologischen Stätten. In
alter Zeit war hier der einzige Verkehrsweg zwischen dem Thyrrenischen und dem
Adriatischen Meer zu finden. Damit war die Region prädestiniert, den kulturellen
Austausch und die Begegnung unterschiedlicher Kulturen zu fördern.
Ausdehnung
Der riesige Nationalpark erstreckt sich auf mehr als 180.000
Hektar in der Provinz Salerno. Begrenzt vom Thyrrenischen Meer im Westen und den
Ausläufern des Apennins im Osten, Sapri im Süden und dem Diano-Tal im Osten,
finden sich hier Berggipfel bis zu fast 2.000 Metern Höhe, etliche Berggemeinden
und etwa 200 Grotten und Höhlen. Außerdem gibt es eine traumhafte Küste von etwa
100 Kilometern Länge. Türkisfarbenes Wasser, schroffe Klippen und sanfte
Buchten, einsame Traumstrände.
Der
Cilento Nationalpark ist Weltkulturerbe der UNESCO.
Dahinter Eichen-, Kastanien- und Buchenwälder, nackte Felsen, tiefe Schluchten,
liebliche Weingärten und Olivenhaine, malerische Flusstäler und überall Reste
trutziger Kirchlein, Wehrtürme und Zitadellen als Zeichen der langen Geschichte
von Eroberungen und Bedrohung.
Im Norden des Gebietes, im Mündungsgebiet des Seles, liegt mit dem antiken
griechischen Poseidonia, von den Römern später Paestum genannt, das würdevolle
Tor zum Cilento-Gebiet.
LegendenDas Gebiet ist durchwoben von Mythen und sagenhaften Geschichten. So soll der
Lockruf der Sirene Leucosia den Steuermann des trojanischen Herrschers und
Stammvaters aller Römer, Aeneas, zum Stranden an den Ufern des Cilento verführt
haben. Dieser Steuermann, Palinurus, war am Steuer eingeschlafen und schließlich
ertrunken. Er ist der legendäre Namensgeber des Kap Palinuro, während der Name
der Nymphe in der Landzunge Punta Licosa, einem blühenden Küstenparadies und
Keimzelle des Naturparks, verewigt ist.
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