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Ein Meer von Farben - Frühling auf der Isola del Giglio
73310819.jpgBunte Fischerboote ankern im smaragdgrünen Wasser, Weingärten und wuchernde Pflanzen ziehen sich an den Felshängen empor. Die toskanische Isola del Giglio ist ein Stück Italien wie aus dem Bilderbuch: Das Klima ist mild, die Luft weich, Flora und Fauna noch nahezu unberührt.
Kurios sind die unterschiedlichen Auslegungen der Bedeutung des Wortes "Giglio": Die einen sind davon überzeugt, dass damit die Lilie - auf Italienisch "Giglio" - gemeint ist. Experten haben allerdings eine weniger romantische Übersetzung parat. Demnach handelt es sich hier um die Latinisierung des griechischen Wortes Capra oder Aegilium. Zu deutsch: Insel der Ziegen.

Früh aufstehen

Die Isola del Giglio liegt rund 100 Kilometer südlich von Elba und gut 17 Kilometer vom Festland entfernt. Besucher, die nur einen Tagesausflug dorthin planen, sollten früh aufstehen. Die Insel ist zwar nur gut 21 Quadratkilometer groß, doch es gibt viel zu entdecken.
Schon bei der Überfahrt mit der Fähre, die von Porto Santo Stefano aus alle zwei Stunden ablegt, sticht das kristallklare, türkisfarbene Wasser vor der Küste ins Auge. Kleine Boote schaukeln auf den Wellen, am Hafen reihen sich bunte Häuschen, Cafés und Restaurants aneinander.

Das mittelalterliche Dorf Giglio Castello, das vom Hafen aus leicht mit dem Bus zu erreichen ist, thront 450 Meter über dem Meer.

Bilder-Galerie

Isola del Giglio - Ein Stück Italien wie aus dem Bilderbuch


Im 12. Jahrhundert von den Pisanern erbaut und von einer eindrucksvollen Stadtmauer umgeben, schlängeln sich im Inneren verwunschene Gassen unter steinernen Torbögen hindurch. Die Bewohner haben ihre Häuser liebevoll mit Blumen verziert.

Von "Scalettino" bis "Caldane"

57041681.jpgGanz anders ist das Leben außerhalb der Stadtmauern: Hier herrscht buntes Markttreiben, Vespas knattern über den Asphalt. Frisch gestärkt mit einem Fruchteis, wagen einige Touristen dann zu Fuß den etwas strapaziösen Abstieg zum Ufer durch die dichte Mittelmeer-Macchia. Unten wechseln Lagunen, Stein- und Sandstrände in regelmäßigen Abständen. "Scalettino", "Arenella", "Le Cannelle", "Caldane" - Giglio-Fans klingen diese Strandnamen wie Musik in den Ohren.

Die herrliche Sandbucht "Campese" wird auf der einen Seite von einer mächtigen Klippe und auf der anderen von einem eindrucksvollen Medici-Turm aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts begrenzt.
Tauchern ist die Isola del Giglio wegen ihrer vielfältigen Unterwasserwelt ein Begriff. Und auch an Land verzücken äußerst seltene botanische Arten, eine reiche Mittelmeerflora und dichte Weingärten Naturliebhaber aus aller Welt. Wenn der Frühling kommt, schwelgt der ganze Giglio in einem Meer von Farben und Gerüchen.

[gms]

Weiterführende Links:

Im Web: www.isoladelgiglio.it
Bei amazon: Kompass Karten, Maremma, Argentario, Grosseto, Isola del Giglio

 
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