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Ferienhäuser - Der teure Traum von Bella Italia

58442011.jpgIm Sommer an die Adria ins Strandappartement oder für ein verlängertes Wochenende ins eigene Landhaus in der Toskana - davon träumen viele Deutsche. Vor dem Einzug aber steht nicht nur die Suche, sondern auch ein sehr italienischer Gang durch die Behörden.

Verlassene Bauernhöfe, ehemalige Wirtschaftsgebäude

Das Interesse am Kauf einer Immobilie südlich der Alpen ist groß. Gesucht werden vor allem ländliche Anwesen: Verlassene Bauernhöfe, ehemalige Wirtschaftsgebäude und auch alte Ställe. Viele Interessenten wollen es rustikal und haben Spaß daran, ihren Zweitwohnsitz erst einmal zu renovieren. "Strandurlauber bevorzugen allerdings immer noch das schlüsselfertige Appartement in Anlagen", weiß Bettina Gerhards von der in Hamburg erscheinenden Immobilienzeitschrift "Bellevue". Das gelte vor allem für die Adria.
Die beliebtesten Gegenden bei Immobilienkäufern in Italien sind immer noch die Toskana, Ligurien und die oberitalienischen Seen. "Schöne Objekte sind in diesen Regionen inzwischen äußerst rar und sehr teuer geworden", so Gerhards. "Aber auch Umbrien und das Piemont stehen auf der Liste der Deutschen ganz oben." Dort seien auch noch schöne Häuser zu entdecken. Wer im nördlichen Teil des "Stiefels" noch ein Schnäppchen machen möchte, sollte sich in der Emilia Romagna umsehen, rät die Expertin: "Dort ist es genauso schön, aber bei weitem nicht so teuer."

Schwer, interessante Objekte zu finden

Generell gelte für Italien der Grundsatz: Je weiter südlich, desto günstiger sind die Angebote. Wer sich einen Überblick über die örtlichen Preise verschaffen möchte, tut sich allerdings schwer. "Es gibt zwar Übersichten in den italienischen Wirtschaftszeitungen und auch Führer, die von den Regionen und Kommunen herausgegeben werden", so Peter Schöllhorn von der Deutschen Deutschen Schutzvereinigung Auslandsimmobilien (DAS) in Freiburg. Für Ausländer interessante Objekte seien darin aber kaum enthalten.

Zudem ist es in Italien üblich, dass mit Abschluss des Vorvertrags 20 bis 30 Prozent der Kaufsumme als Anzahlung fällig werden, die der Käufer üblicherweise ohne Absicherung zahlt. Bei einer Kaufsumme von 200.000 Euro sind das immerhin mindestens 40.000 Euro. Kommt der Kauf dann nicht zu Stande, bekommt man diese Anzahlung nur schwer zurück.

Auf keinen Fall eine Anzahlungen leisten

Wer sicher gehen möchte, kann statt der Anzahlung eine Bankbürgschaft anbieten. "Da das aber nicht üblich ist, werden die wenigsten Italiener zustimmen", so Peter Schöllhorn. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn sich das Objekt noch in der Bauphase befindet. Der Anwalt warnt, dann auf keinen Fall eine Anzahlungen zu leisten. Gezahlt werden sollte erst, wenn die Immobilie schlüsselfertig ist.

 



 
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