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Giro d'Emilia - Italien per Fahrrad entdecken | Giro d'Emilia - Italien per Fahrrad entdecken |
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Italien gilt nicht gerade als Radfahrer-Hochburg. Kein Wunder, denn vor allem im städtischen Straßenverkehr lebt man dort als Radler gefährlich. Allerdings täuscht der Eindruck: Viele Gegenden in Italien sind wahre Fahrrad-Paradiese - nicht nur für die Profis beim "Giro d'Italia", sondern auch für Hobby-Radfahrer. Urlaub mit dem Fahrrad - da denkt man an die Niederlande, an die deutsche Nord- und Ostseeküste, an das Münsterland, vielleicht noch an Frankreich. Aber Italien mit seinen engen, kurvigen Landstraßen und chaotischen Innenstädten, die für Autofahrer und Fußgänger schon lebensgefährlich sind? Das möchte man sich doch lieber nicht mit dem Fahrrad vorstellen. Natürlich sind weite Teile Italiens für Hobby-Radler herzlich ungeeignet - Sportler dagegen kommen voll auf ihre Kosten. Denn Berge und Hügellandschaften verlangen gute Kondition und viel Kraft - bei dem ständigen Auf und Ab ist es schnell vorbei mit der Gemütlichkeit. Die Ebenen Norditaliens hingegen sind das ideale Terrain für Gelegenheits-Radfahrer, und immer mehr Orte und Regionen stellen sich auf Fahrradtouristen ein. Besonders rad-tauglich sind natürlich die Emilia-Romagna und Teile des Veneto - denn hier kann man gemütlich an Flüssen und Lagunen entlang radeln und das flache Land auf dem Drahtesel erkunden. Im Sommer lädt dazu noch am Ende eines Tages im Sattel das Meer zu einem Sprung in die frischen Fluten ein. Auf dem Fahrrad durch FerraraIn der Region Emilia-Romagna liegt auch Italiens Fahrrad-Hochburg Ferrara - direkt am Fluss Po ist sie ein guter Ausgangspunkt für Erkundungstouren. Die Stadt ist ein Unikum in Italien: Wo andernorts kleine Autos und Motorroller durch die Gassen knattern, sieht man hier überwiegend Fahrräder.
Schon seit vielen Jahren kümmert sich die Stadtverwaltung besonders um die Radfahrer, sogar einen eigenen Fahrradbeauftragten gibt es im Rathaus. Die Bemühungen zeigen Früchte: Etwa 31 Prozent der Einheimischen bewegen sich mittlerweile regelmäßig auf dem Drahtesel durch ihre Stadt - das sind umgerechnet auf die Bevölkerung mehr als in den Niederlanden. Wer es als Urlauber den Einheimischen gleichtun will, der sollte sich also in den Sattel schwingen und die zahlreichen Kunstschätze Ferraras "erfahren". So bietet zum Beispiel das Tourismus-Büro der Stadt spezielle Kunst-Radrouten an. In der näheren Umgebung findet sich darüber hinaus ein umfangreiches Radwegenetz, insgesamt 163 Kilometer. Unter anderem führen diese Wege in den Nationalpark des Po-Deltas, eine einzigartige Naturlandschaft zwischen Flussarmen, Meer und Land. |

