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96 Blaue Flaggen - Italiens beste Strände 2007
1024731251Die Blaue Flagge ist eine der begehrtesten Auszeichnungen, die ein Strand bekommen kann. Die Stiftung für Umwelterziehung FEE zeichnet damit jedes Jahr Seebäder in aller Welt aus. In Italien wehen 2007 an insgesamt 96 Stränden die begehrten Fahnen, die meisten in der Toskana.

Bilder-Galerie: Italiens Strände 2007

Was ein schöner Strand ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Doch für die meisten Deutschen ist die Sache klar: Am besten sollte es ein langer Sandstrand sein, der flach ins Meer führt, und das muss natürlich blitzsauber sein, so dass man auch weit draußen noch bis zum Grund sehen kann.

Wenn dazu noch das Wasser in allen nur erdenklichen Blau- und Türkis-Tönen leuchtet, ein netter Bademeister zu günstigen Preisen Liegestühle und Schirme vermietet sowie Umkleiden und Toiletten anbietet und der Strandabschnitt nicht zu überlaufen ist, ist das Strandvergnügen perfekt. Andere mögen's dagegen lieber wild und einsam, haben am liebsten kilometerlange Sandbuchten für sich alleine und fühlen sich bereits unwohl, wenn der Strandnachbar nur zehn Meter weiter seine Handtücher ausbreitet. Und wieder andere haben auch kein Problem damit, sich auf schroffen Felsen zu sonnen, wo man ins Wasser springen oder klettern muss – Hauptsache, es herrscht Ruhe, vom Meeresrauschen und Kreischen der Möwen mal abgesehen.

Spitzenreiter Toskana

Insgesamt 96 italienische Strände wurden 2007 ausgezeichnet, das sind sechs mehr als im vergangenen Jahr. Wie damals auch, ist die Toskana wieder Spitzenreiter mit 15 Flaggen, gefolgt von Ligurien mit 13 sowie den Marken und den Abruzzen mit jeweils 12. Schaut man sich die Liste der ausgezeichneten Strände genauer an, dann fällt vor allem eines auf: Es handelt sich oft um bekannte Badeorte wie Pietrasanta, Forte dei Marmi, Lignano, Bibione, Jesolo, Cattolica, Cesenatico und Rimini.


1024731231Bilder-Galerie

96mal sauberes Wasser und guter Service: Italiens Strände mit Blauer Flagge 2007 zum Durchklicken



Strenge Kriterien

Strand-Puristen werden an dieser Stelle aufschreien: Da ist ja gar kein Naturstrand dabei! Genau – und das ist gewissermaßen Absicht: Die FEE zeichnet nur Orte mit der Blauen Flagge aus, die eine ganze Reihe von Kriterien erfüllen. Neben sauberem Wasser brauchen den Strandbäder eine entsprechende Ausstattung mit genügend Mülleimern, Toiletten, Duschen, Rettungsbooten und Telefonen. Außerdem müssen die Gemeinden die Strände regelmäßig reinigen, leichte Zugänge für Behinderte schaffen und eine Reihe von Umweltauflagen erfüllen.

Im Grunde kommen also nur Strandabschnitte mit festen Badeanstalten als Kandidaten in Betracht. Im Umkehrschluss bedeutet das auch: Es gibt neben diesen ausgezeichneten Stränden unzählige andere, an denen sich vielleicht sogar noch besser baden lässt – nur fehlen dann vielleicht Toiletten, Strandkiosk oder Telefonzellen.

1024731221Wer echte Ruhe und Entspannung im Einklang mit der Natur sucht, findet all das eher am einsamen Naturstrand ohne Blaue Flagge. Das ist übrigens auch der Grund, warum ausgerechnet die Regionen mit den schönsten und saubersten Stränden keineswegs die meisten Auszeichnungen bekommen: Zu den Schlusslichtern im italienischen Blaue-Flagge-Ranking gehören beispielsweise die Basilicata, Kalabrien und Sardinien, die mit echten Bilderbuch-Küsten aufwarten. Nur handelt es sich dabei eben meist um wilde, beinahe unberührte Natur, und die kann selbst die FEE nicht bewerten – das ist und bleibt Geschmackssache.

[Titus Gast/Leadsatz - Fotos: Bilderbox, FEE Italia]



Web-Links:

Blaue Flaggen in den einzelnen Regionen (von Nord nach Süd):

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