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Italiens beste Strände – Wo die blauen Flaggen gehisst werden

 Klares, sauberes Wasser, das in allen nur erdenklichen Blau- und Türkis-Tönen schillert, weißer, feiner Sandstrand, eine sanft geschwungene Bucht, hinter der die bunten Häuschen die steile Küste empor zu klettern scheinen, draußen auf dem Meer einige kleine Inseln... So ungefähr sieht für viele der perfekte Strand aus.

Italien hat eine Menge davon, sauberes Wasser und eine idyllische Lage findet man oft. Und natürlich reißen sich die Badeorte darum, mit der begehrten Blauen Flagge ausgezeichnet zu werden. Dieses Gütesiegel bekommen jedes Jahr aufs Neue die besten Strände in über 30 Ländern. Wer es geschafft hat, der hisst stolz sein frisch erworbenes Gütesiegel. Allerdings reicht es dafür nicht aus, einfach nur sauberes Wasser und ein bisschen Sand zu bieten - die Aspiranten für die Strand-Champions-League werden anhand einer ganzen Reihe von Kriterien auf Herz und Nieren geprüft. Sauberes Wasser ist dabei die nur eine Mindestvoraussetzung.


Dass das alleine nicht reicht, mussten in diesem Jahr wieder einige italienische Badeorte schmerzhaft erfahren. Die Strandtester legen Wert auf umweltfreundlichen Tourismus und eine gute Infrastruktur. Will heißen: Wer einfach Bettenburgen in die Pampa stellt und den Strand betoniert, hat schon verloren. Außerdem spielen Kanalisation und Kläranlagen, aber auch Fahrradwege, Fußgängerzonen, gepflegte Strandbäder mit Sanitäreinrichtungen, Naturschutzgebiete und ähnliche Kriterien eine Rolle.
Das ist auch einer der Gründe, warum vor allem Süditalien, Sizilien und Sardinien in diesem Jahr schlecht abgeschnitten haben: Die Badeparadiese sind dort oft wilde Naturstrände, die keinerlei Komfort bieten – und damit ein wichtiges Kriterium gar nicht erfüllen können. Das Wasser ist natürlich trotzdem oft genug mehr als sauber, auch wenn die häufig spektakulären Sandstrände nicht jeden Tag gesäubert werden. Für viele sind genau die wilden und abgelegenen Naturstrände der eigentliche Grund, sich im Süden des Landes oder auf den Inseln zu sonnen, zu baden und zu tauchen.


 Den Spitzenplatz unter den italienischen Regionen belegt 2006 die Toskana: Insgesamt 14 Strände haben die strenge Prüfung bestanden. Die meisten gehören zu den traditionsreichen Badeorten an der nördlichen Küste wie beispielsweise Forte dei Marmi, Pietrasanta, Viareggio, Castiglioncello, Cecina oder Castagneto Carducci. Doch auch die eher weniger mondänen Orte in der südlichen Provinz Grosseto – wie Follonica, Castiglione della Pescaia oder der Monte Argentario – haben es in die Bestenliste geschafft.


Ligurien hat mit 12 Blauen Flaggen ebenfalls noch jede Menge erstklassige Strände zu bieten, auf den Plätzen folgen dann die Marken mit elf, die Abruzzen mit zehn, die Emilia Romagna mit acht und Kampanien mit immerhin sieben ausgezeichneten Badeparadiesen. Die befinden sich interessanterweise alle in der Provinz Salerno, wie zum Beispiel Positano. Und sogar für das Piemont und die Lombardei gab es in diesem Jahr jeweils eine Blaue Flagge, obwohl beide Regionen nicht am Meer liegen. Hier waren es Cannero Riviera am Lago Maggiore und zwei Strände in Sirmione am Gardasee, die die internationale Jury besonders überzeugten.


Weitere Infos im Web:
Fakten über die Blaue Flagge bei Wikipedia
blueflag.org, die "Homepage der Blauen Flagge"
Italienische Strände, die letztes Jahr die Blaue Flagge bekommen haben, Auswahl nach Regionen (auf Englisch)

[Leadsatz/tig - Fotos: Fototeca ENIT/V. Arcomano]

 
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