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Katakomben und Geheimgänge – Roms geheimnisvolle Schattenwelt
w_cata-feuer150Rom ist schon an der Oberfläche eine faszinierende und farbenfrohe Stadt. Doch unter dem Asphalt der Ewigen Stadt erstreckt sich eine mindestens ebenso faszinierende Welt voller Geheimnisse und Legenden: die Katakomben und unterirdischen Gänge der Stadt. Roms Unterwelt hat eine Reihe von interessanten Zeugnissen antiker Kultur zu bieten.


Während überirdisch Pantheon, Petersdom und Kolosseum prachtvoll in die Höhe ragen, schlummert unter römischem Pflaster eine eindrucksvolle Welt der Katakomben, Gänge und Kanäle. Unter der Ewigen Stadt gibt es über 60 Katakomben mit Hunderten von kilometerlangen Gängen und über hunderttausend Gräbern.

Verborgene Gräber

w_catacombe150Katakomben sind unterirdische Grabstätten, die aus langen Gängen und Wandhöhlen bestehen, in welche die Toten gelegt wurden. Das Wort Katakombe kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet „in der Vertiefung“. Sie entstanden im 2. Jahrhundert als gemeinschaftliche christliche Begräbnisstätten. Die landläufige Meinung, Katakomben seien im Zuge der Christenverfolgung unter Nero entstanden, ist inzwischen umstritten. Vielmehr wird angenommen, dass es sich lediglich um Grabstätten und nicht um Zufluchtsorte handelte, da Christen zu dieser Zeit keine eigenen Friedhöfe besaßen. Auch für Gottesdienste waren die langen, engen Gänge nach Ansicht vieler Forscher eher ungeeignet.

Einig sind sich Experten darüber, dass wohlhabende christliche Familien die ersten Untergrabungen ihrer Grundstücke veranlassten und später auch ärmeren Mitchristen diese Gräber zur Verfügung stellten. Um die einzelnen Gräber erkennen zu können, wurden kleine Flächen mit Mörtel verputzt und Gegenstände wie Perlenketten, Spielwürfel, Ringe und kleine Figuren eingedrückt.

Prachtvolle Schätze

Besonders schön sind die eingearbeiteten Böden von Glasgefäßen, in die filigrane Bilder aus Blattgold eingefasst sind. Später, als nach dem 5. Jahrhundert Ostgoten und Langobarden in Rom einfielen, wurden die Katakomben ausgeraubt und die Zeugnisse der Vergangenheit außer Landes gebracht. Hilflos ließen Päpste die Reliquien ihrer Heiligen in die Kirchen schaffen und die Katakomben gerieten nach und nach in Vergessenheit. Erst im 15. Jahrhundert begann die Erforschung dieser faszinierenden Grabstätten, die bis heute andauert.


Das Foto unten basiert auf dem Bild Catacombe.jpg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist "GerardM".


 
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