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Lago d'Orta: Sagenumwobener Geheimtipp |
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Arme Fischer und alter AdelDie einfachen Leute der Region um den Ortasee lebten lange nur von Fischfang, Viehzucht und Ackerbau. Erst mit der Eisenbahn Ende des 19. Jahrhunderts kamen Holz- und Eisenwerkstätten und die Marmor- und Granitsteinbrüche richtig in Gang.
Dagegen war die Idylle um den See für reiche Städter aus Mailand, Novara und anderswo schon immer ein beliebtes Ziel für noble Herrensitze, Sommerhäuser und Refugien. Man entfloh der Pest, die in den Städten wütete oder suchte nur Zerstreuung in der Natur. Imposante Palazzi und herrliche Gärten künden von glanzvollen Zeiten und laden zur Besichtigung. Auch Italienreisende wie Goethe, Nietzsche oder Hemingway liebten und lobten den See und sein Umland.
Paradies für Flaneure und WallfahrerKein Besucher sollte das vermutlich reizvollste Ziel am Ortasee auslassen, nämlich Orta San Giulio mit dem Sacro Monte, dem Heiligen Berg. Auf einer langgestreckten Halbinsel ragt das malerische, autofreie Hauptstädtchen in den See hinein. Kirchen, barocke Villen, gewundene Gässchen, anmutige Hinterhöfe und Säulengänge – abgesehen von der zweimal jährlich stattfindenden Blumenschau Ortafiori ist es ein ruhiger und beschaulicher Ort. Sehenswert sind die arkadenumkränzte Piazza Mario Motta und das Renaissancerathaus mit bemalter Fassade. Der Platz ist zum See hin offen und gibt den Blick auf die nahe, vollständig bebaute Insel frei.
Von hier aus kann man zum sogenannten „religiösen Herz des Cusio-Gebietes“ übersetzen. Der Bischofspalast ist heute Priesterseminar. Die romanische Basilika des legendären Julius (Giulio) wurde kunstvoll barock ausgestattet. Auch der etwas oberhalb von Orta gelegene Sacro Monte ist ein Ziel für Wallfahrten. Hier gibt es seit dem 16. Jahrhundert ein Kapuzinerkloster. Zwanzig Kapellen und die Nikolauskirche laden zur Einkehr. Der Besucher fühlt sich zwischen den Skulpturen und Fresken in der ursprünglichen Natur in die Zeit der Renaissance zurückversetzt. Vor allem aber ist der Blick von der Höhe hinunter auf den See und die Insel unbezahlbar.
Lago d’Orta: Daten und Fakten
- Länge: 13,4 Kilometer
- Breite: 2,5 Kilometer
- Tiefste Stelle: 143 Meter
- Oberfläche: 18,2 Quadratkilometer
- Höhe: 290 Meter ü. N.N.
- Flüsse: Nigoglia-Bach, vereinigt sich nach ca. einem Kilometer mit dem Fluss Strona, kein Abfluss nach Süden
- Insel: San Giulio
- Städte am Ufer: Orta San Giulio, Gozzano, Pettenasco, Omegna (mit Sitz der Firma Alessi), Madonna del Sasso, San Maurizio d’Opaglio, Pelle
- Freizeitangebote: Wassersport, Sportboothäfen, Tennis, Reiten, Golf, im Winter Ski, Gastronomie aller Kategorien
- Entstehung: Wie die anderen oberitalienischen Seen entstand der Lago d'Orta beim Abschmelzen eiszeitlicher Gletscher
Weitere Infos:Distretto Turistico dei Laghi Scrl
(Tourismusverband der piemontesischen Seen)
Corso Italia, 18
28838 Stresa (VB)
Telefon: +39 0323 30416
Fax: +39 0323 934335
E-Mail:
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Web: www.distrettolaghi.it
[bgu, Leadsatz – Fotos: Fototeca ENIT/DeAgostini, Distretto Turistico dei Laghi]
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