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Mailand: Prunk und Panettone
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Über den Dächern von Mailand: Für den Panoramablick über die norditalienische Metropole gibt es keinen besseren Platz als das Dach des Doms. Spektakuläre Perspektiven garantiert: Der Ausblick reicht bis zu den Alpen. Um diese einzigartige Weitsicht zu genießen, muss man keine Kirchenkarriere machen, sondern die Treppe oder den Fahrstuhl an der Nordseite des Mailänder Doms nehmen.

Ganz in weißem Marmor

Über 400 Jahre dauerten die Arbeiten am größten gotischen Gebäude des Landes. 1386 wurde der Grundstein gelegt, 1805 die Fassadenarbeiten beendet. Die Errichtung der Türmchen erfolgte erst im 19. Jahrhundert. Das beeindruckende Bauwerk mit seinen fünf Schiffen erstreckt sich ganz in weißem Marmor über eine Länge von 157 Metern. Auf einem der Türmchen thront eine goldene Madonnenstatue, die "Madonnina". Nach der Peterskirche im Vatikan ist der Mailänder Dom die zweitgrößte italienische Kirche und die viertgrößte der Welt.
 
Wenige Meter entfernt geht es hingegen ganz weltlich zu. Die mondäne Galleria Vittorio Emanuele II, kurz "Galleria", gilt als schönste Einkaufsmeile Italiens. Sie verbindet den Domplatz mit der Piazza della Scala, wo die weltberühmte Oper steht. Die Galleria ist die erste Adresse der Stadt - mit Luxusgeschäften und Restaurants. Kein italienischer Edel-Designer, der hier keine Boutique hätte. Und an der Ecke zum Domplatz gibt es den wirklich originalen Campari, denn hier erfand Gaspare Campari im 19. Jahrhundert den roten Bitter.
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Im Kreuz der überdachten Laden- und Flanierstraße sind in vier großen Fußbodenmosaiken Landwirtschaft, Kunst, Wissenschaft und Industrie dargestellt. Ein Aberglaube verspricht jedem Reichtum und Fruchtbarkeit, der sich dort auf die Hoden des Stiers stellt und auf dem Absatz einmal um die eigene Achse dreht.

Gegenüber des Doms liegt das Kaufhaus Rinascente. Attraktion: Die Bar im achten Obergeschoss. Dort lässt sich ein Espresso oder ein Latte Macchiato genießen - mit Panoramablick auf den mächtigen Dom. Zum Café empfiehlt sich übrigens ein Kuchen, für den Mailand weltberühmt geworden ist: den Panettone.

Der luftige Früchtekuchen ist saftig, würzig und nicht zu süß. Einheimische lieben ihn übrigens nicht nur zu heißen Getränken, sondern auch zu Moscato und Spumante.
 

Meisterwerk der Kunstgeschichte

Zweites Wahrzeichen der Stadt ist die Scala, Italiens berühmtestes Opernhaus - mit über 2.000 Plätzen zugleich eines der größten Musiktheater weltweit. Unweit der Piazza della Scala gelegen: das Museo Poldi Pezzoli mit einer einzigartigen Gemäldesammlung, darunter Werke von Pietro del Pollaiolo und Sandro Botticelli. Das unzweifelhaft bekannteste Kunstwerk aber prangt in der Dominikanerkirche Santa Maria delle Grazie. Den ehemaligen Speisesaal der Mönche dekorierte Leonardo da Vinci mit einem Fresko, das die ganze Wand einnimmt: "Das letzte Abendmahl ", ein Meisterwerk der Kunstgeschichte und heute Weltkulturerbe.

[Text: XXL-News/Paul Balthasar / Fotos: ENIT]

 
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