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Wo das Baby den Schnee rieseln lässt | Wo das Baby den Schnee rieseln lässt |
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Die Region hat genug Wasser, und die ökologischen Folgen der Beschneiung sind nach Angaben der Verantwortlichen eher positiv. Im Sommer verwandeln sich die Pisten jedenfalls in sattgrüne Almen, auf denen die Kühe grasen. Das Skigebiet liegt zwischen 1600 und 2500 Meter hoch und zählt zu den jungen Winterzielen in Südtirol. Wer zu Hause erzählt, er reise zum Skilaufen nach Obereggen oder zum Latemar, wird oft noch etwas fragend angeschaut - es gibt bekanntere Regionen in Südtirol. Herbert Pichler, Tourismuschef von Deutschnofen, lässt das aber ziemlich kalt: Auch wenn das schneesichere Skigebiet zwischen Almen und Tannenwäldern keinen glamourösen Touch habe, kämen viele Gäste - es ist sozusagen ein gut gebuchter Geheimtipp. So gab es im vergangenen Winter in den 2200 Gästebetten rund 146.000 Übernachtungen. 80 Prozent der Wintergäste waren Deutsche - im Sommer stellen dagegen Italiener die Mehrheit. Vertrauter Ton zwischen Gästen und GastgebernWer sich in den Ferienhotels umschaut und hinhört, bemerkt oft einen vertrauten Ton zwischen Gästen und Gastgebern. Viele Skifahrer kommen seit 20 Jahren oder mehr hierher. Haben sie damals ihren Kindern das Skifahren beigebracht, so sind heute die Enkel dran. Und in etlichen Hotels sorgt ebenfalls die nächste Generation für frischen Wind - was manchen Häusern auch gut tut.
Typisch ist etwa das Hotel Erica der Familie Brunner in Deutschnofen, das vom Sohn in diesem Winter mit Millionenaufwand in ein Wellness- und Vitalhotel umgewandelt wurde. Oder einige Kilometer entfernt das Pfösl: Vater und Mutter Zelger begannen in den siebziger Jahren mit einer Gaststube, während die Landwirtschaft weiterbetrieben wurde. Nach und nach wurde das Haus zu einem Familienhotel umgebaut, das jetzt die Töchter Evi und Brigitte Zelger behutsam modernisieren. Ähnliche Strukturen gibt es in anderen Häusern, und die familiäre Herzlichkeit der Besitzer dürfte viel dazu beigetragen haben, dass die Stammgäste so zahlreich in das Skigebiet oberhalb von Bozen kommen. Landschaftlich reizvoll, ohne Hektik und ideal für den Genuss-Skiläufer - so könnte man die 50 Kilometer Pisten charakterisieren. Wobei die Pistenpräparierer in dem nicht besonders hoch gelegenen Skigebiet auf der Alpensüdseite oft Erstaunliches leisten: Wenn in der Nachbarschaft noch längst kein Schnee liegt, haben die Spezialisten bereits im November die Grundlage für beste Wintersportverhältnisse gelegt.
Ein übersichtliches FamilienskigebietIm Skicenter Latemar dominieren die blauen und roten Schwierigkeitsgrade - hier wird entspannt die Almwiesen oder tannenbestandene Pisten herabgeschwungen. "Wir sind ein übersichtliches Familienskigebiet, der Trend geht ohnehin zum Genussfahren", sagt Siegfried Pichler. Dieses Ziel im Auge, haben die Verantwortlichen konsequent die Lifte auf den neuesten Stand gebracht.
Neu ist auch eine
Achter-Kabinenumlaufbahn, die einen alten Zweier-Sessel beim Einstieg
ins Skigebiet ersetzt. Sie sorgt dafür, dass auch Spaziergänger und
Rodler bequem den Berg hinauf kommen.
Nun gibt es immerhin eine HalfpipeAuch die Snowboarder können sich jetzt am Latemar etwas heimischer fühlen. Eine Zeit lang hatten die dortigen Touristiker wohl an eine vorübergehende Modeerscheinung geglaubt. Nun gibt es immerhin eine Halfpipe und Extra-Veranstaltungen wie ein Boardercross-Rennen.Im Frühjahr soll sich das sonst eher beschauliche Skicenter sogar in eine weiße Bühne für Freaks, Artisten und Schauspieler verwandeln. "Hochspannung" heißt die Winterinszenierung. Dann machen vom 23. bis 25. März freie Comedy- und Theatergruppen aus sechs Ländern die Pisten und Hütten unterhalb des Gipfels unsicher: Wild gestylte Putzfrauen polieren Skispitzen, britische Bobbys verfolgen nackte Snowboarder. Web-LinksWebsite Rosengarten-Latemar |
