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| Berufung Pizzaiolo: Vom Pizzabäcker zum Künstler |
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Bilder-Galerie: Kunstwerk Pizza
Früher war die Pizza mal ein Arme-Leute-Essen, ein Schnellimbiss für zwischendurch. Auch als Pizzabäcker wurde man nicht gerade reich, und der Beruf hat nach wie vor nicht das beste Image. Dabei ist Pizza backen hohe Kunst – und die wird mittlerweile an zahlreichen eigens dafür eingerichteten Akademien gelehrt, darunter auch eine in Deutschland.
Deutsche Pizza-MeisterschaftHier handelt es sich um Akademiker der besonderen Art. Meister sollten gekürt werden. Und es geht weniger um den Kopf als durch den Magen, denn Thema ist die bestmögliche Zubereitung der Pizza – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wer denkt, 2006 fand in Deutschland nur die Fußball-Weltmeisterschaft statt, irrt: Die 2005 in Köln ins Leben gerufene "Accademia della pizza italiana" hat im März 2006 die "1. Internationale deutsche Meisterschaft der Pizzabäcker" veranstaltet. Meister wurden in unterschiedlichen Kategorien gekürt: für die größte Pizza, die schnellste Pizza, die wohlschmeckendste Pizza oder für die akrobatischste Back-Vorführung und die gelungenste Choreographie einer Pizzabereitung.
Ernster Spaß
Traumberuf PizzaioloPizza backen – das ist mehr als ein bisschen Teig kneten. Ein richtiger Pizzaiolo ist ein fingerfertiger Akrobat, der Teigscheiben herumwirbeln und durch die Luft fliegen lässt, bevor er sie in einen schmackhaften Leckerbissen verwandelt. Es ist lange her, dass Sophia Loren in dem Film "Wie herrlich, eine Frau zu sein" dem ungeliebten Pizzabäcker-Schicksal in Neapel entkam und aus einfachsten Verhältnissen zur begehrten Filmdiva aufstieg. Was 1956 von dem karrieresüchtigen Mädchen als Frondienst begriffen wurde, kann fünfzig Jahre später selbst eine große Karriere bedeuten.
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Pizzabäcker werden gerne belächelt: Teig kneten, ausrollen und was drauflegen, kann ja jeder. Doch in Wahrheit ist der Beruf des Pizzaiolo eine komplizierte Wissenschaft, und Kunst sowieso. Deshalb ist es kein Wunder, dass die Zubereitung der echten Pizza an eigenen Akademien gelehrt wird.
Was auf den ersten Blick nach Scherz aussieht, ist durchaus ernst gemeint. Man will bei der Accademia mit italienischen Vereinigungen kooperieren und vor allem das deutsche Image der Pizza aufwerten. Denn nicht alles, was sich hierzulande Pizza nennt, hat diesen Namen auch verdient. Solche Wettbewerbe sind nebenbei auch eine günstige Gelegenheit, Pizzabäckern über die Schulter zu sehen und dabei Techniken und Tricks abzugucken. In Italien gibt es jedes Jahr Hundert solcher Veranstaltungen.
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