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| Carpaccio: Der Maler und das Rindfleisch |
Carpaccio gilt als eine der beliebtesten und bekanntesten italienischen Vorspeisen. Dabei ist das Gericht noch nicht einmal 60 Jahre alt. Und überhaupt: War Carpaccio nicht ein Renaissance-Maler? Was hat der denn bitte mit rohem Rindfleisch zu tun? Des Rätsels Lösung liegt in Venedig.Bilder-Galerie: Der Maler Carpaccio Rot-Weiß war das erste Rinder-Carpaccio der Welt, das 1950 in Venedig erfunden und mit Mayonnaise serviert wurde. Ein leuchtendes Rot-Weiß wie auf den berühmten Heiligenbildern des venezianischen Malers Vittore Carpaccio. Er wurde zum Namensgeber für das neue Gericht, das auf Wunsch einer kränkelnden Stammkundin entstand: Sie durfte angeblich auf Anraten ihres Arztes kein gekochtes Fleisch essen. Not macht Erfinderisch, vor allem da die Dame - wie in diesem Fall - Stammkundin bei Giuseppe Cipriani in "Harry's Bar" war. Er kredenzte seinem Gast einfach rohes Rindfleisch, hauchdünn geschnitten und aufgefächert, mariniert mit feinen weißen Fäden von selbstgemachter Mayonnaise aus Olivenöl, Worcestersauce, Zitronensaft, Milch, Salz und weißem Pfeffer. Und weil zu jener Zeit in Venedig gerade eine große Carpaccio-Ausstellung stattfand, benannte er seine Kreation einfach nach dem berühmten venezianischen Renaissance-Künstler. Geniale KreationenIrgendwie hatte Cipriani offenbar ein glückliches Händchen für kulinarische Erfindungen. Denn schon zwei Jahre zuvor, 1948, hatte er in "Harry's Bar" einen berühmten Drink erfunden: den Bellini. Auch diesen Cocktail aus Prosecco und püriertem, weißem Pfirsich hatte der erfinderische Gastwirt nach einem berühmten venezianischen Maler des Mittelalters benannt, nach Giovanni Bellini. Ein echter Bellini und ein echtes Carpaccio in "Harry's Bar" in der Calle Vallaresso in Venedig kosten heute stolze 50 Euro. |
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Carpaccio gilt als eine der beliebtesten und bekanntesten italienischen Vorspeisen. Dabei ist das Gericht noch nicht einmal 60 Jahre alt. Und überhaupt: War Carpaccio nicht ein Renaissance-Maler? Was hat der denn bitte mit rohem Rindfleisch zu tun? Des Rätsels Lösung liegt in Venedig.
Konjunktur der hauchdünnen Scheibchen
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