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| Sardinien - das Land der 100 Brote |
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Seite 1 von 2 Sardinien kann auf den ersten Blick karg und unwirtlich erscheinen. Genau so schlicht wirkt manchmal die sardische Küche. Doch der Eindruck täuscht gewaltig: Die Vielfalt an Brot und Gebäck ist selbst im kulinarisch so reichhaltigen Italien einzigartig.Bildergalerie: Brotvielfalt aus Sardinien Brot ist auf Sardinien nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern Kultur. Das zeigt schon ein Besuch im ohnehin sehenswerten Volkskundemuseum der Stadt Nuoro oder dem kleinen Museo Etnografico Sotgiu in Domusnovas bei Cagliari: Liebevoll wird dort die Zubereitung erklärt, vor allem aber erfährt man Wissenswertes über die besonderen Sorten, die für Hochzeiten, Taufen und andere Festtage zubereitet werden. Die Kulturstiftung des Banco di Sardegna hat 2006 sogar einen Bildband nur über sardische Brote herausgegeben. Notenblätter als ProviantUrsprünglich wird das Brot überall in Sardinien von Hand zubereitet und im Holzofen gebacken. Am bekanntesten ist das traditionelle Hirtenbrot „pane carasau“. Weil die über Kastanienholz gebackenen Fladen so dünn sind, wird es auf Italienisch auch etwas abschätzig „carta da musica“ genannt, also Notenblatt. Für die Schafhirten war es über Jahrhunderte überlebenswichtig. Wenn die Männer Monate lang mit den Tieren durch die Berge zogen, brauchten sie haltbare Lebensmittel, die sich gut transportieren ließen, lange frisch blieben und als Zutat zum Abendessen genauso brauchbar waren wie bei einer kurzen Rast.Das knusprige, harte pane carasau erfüllte diese Anforderungen: Es ist wochenlang haltbar und verliert dabei weder an Geschmack noch an Aroma. Noch dazu wiegen die fast durchsichtigen Fladen kaum etwas.
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Sardinien kann auf den ersten Blick karg und unwirtlich erscheinen. Genau so schlicht wirkt manchmal die sardische Küche. Doch der Eindruck täuscht gewaltig: Die Vielfalt an Brot und Gebäck ist selbst im kulinarisch so reichhaltigen Italien einzigartig.
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