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Süße Sünden: Verführerische Desserts
Gelato al Pistacchio
Die Italiener sind für ihr Gelato berühmt. Die Leckerei hat eine lange Tradition, die bis zu den Cäsaren zurückreicht. Im Winter wurde Schnee aus den Alpen nach Rom gebracht. In den tiefsten Kellern, zur Isolierung gut in Stroh verpackt, bemühte man sich, die Kälte über den Sommer zu retten. Mit Zitronensaft, Früchten und Honig kreierte man erste Sorbets.
Rezept
Zutaten: Grundmasse - 100 g Milchpulver, 500 g Zucker, 100 g Traubenzucker, 2 l Vollmilch, Pistaziencreme - 250 g Pistazien, 150 g Mandeln, 70 g Zucker, 150 g Erdnussöl.
Alle Zutaten der Grundmasse verrühren und aufkochen, danach abkühlen lassen. Pistazien und Mandeln getrennt im Backofen anrösten und anschließend mahlen, mit dem Zucker vermischen und mit dem Erdnussöl zu einer sämigen Masse schlagen (Rührgerät). Pistazien- und Grundmasse zusammenrühren und in den Kühlschrank stellen, bis alles gut gekühlt ist. Dann in die Eismaschine füllen. Wer keine Maschine besitzt, kann das Eis auch in einer Form im Tiefkühlschrank frieren, allerdings muss einmal in der Viertelstunde mit einem Schneebesen gerührt werden, bis die Masse cremig ist.
 Zabaione
Und nun das Kontrastprogramm: Nach erfrischender gefrosteter Leckerei zu einem traditionellen Dessert, das warm genossen wird. Die Erfindung der Weinschaumcreme wird dem italienischen Koch Bartolomeo Scappi zugeschrieben, im 16. Jahrhundert eine Koryphäe seiner Profession. Er soll die Kreation dem Zunftheiligen San Pasquale Baion gewidmet haben, dem Patron der Hirten und Köche.
Rezept
Zutaten: 100 g Zucker, fünf Eigelb und 150 g Marsala.
Zuerst Zucker und Eigelb schlagen, bis die schaumige Masse sich etwa verdoppelt hat. Dann alles im kochenden Wasserbad mit dem Marsala vermischen und weiter etwa 10 bis 15 Minuten zu einem cremigen Schaum quirlen.
Die Zabaione wird dann in Dessertgläser oder große Sektschalen gefüllt und warm gegessen. Übrigens schlürfen Kenner das Dessert eigentlich - und trotz mitgereichter Löffelchen - aus der Schale. Zur Zabaione passen Biskuits, aber auch frische Früchte wie Himbeeren oder Erdbeeren. Auch mit Sahne kann die Creme dekoriert werden.
Frittelle alla pavese
Zutaten: 200 g Mehl, Salz, 3Eier, 50 g Sultaninen, Zucker, Milch, 1 Glas Keimöl zum Frittieren.
Die Sultaninen in lauwarmem Wasser 1/4 Stunde einweichen. Mehl in eine Schüssel geben, langsam die kalte Milch dazugeben und mit einem Holzkochlöffel umrühren, bis man einen ziemlich dickflüssigen Teig erhält. Eine Prise Salz, die abgetropften und in einem dünnen Tuch abgetrockneten Sultaninen und die Eier hinzufügen. Alle Zutaten gut vermengen.
Die Mischung esslöffelweise im heißen Öl ausbacken. Die Küchlein bei mäßiger Hitze kochen lassen und herausnehmen, wenn sie goldbraun sind. Danach im Zucker wälzen und sofort heiß servieren.
[Laudatio/Foto Pistazieneis: E.I.S. Eis Info Service]
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