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Genuss-Gipfel zwischen Dreitausendern - Kochen wie im Aostatal

 Die kulinarische Tradition des Aosta-Tals ist geprägt von den geografischen Realitäten. Über Jahrhunderte war die Alpenkette von der Außenwelt abgeschnitten und gestattete eine Küche nur auf Grundlage von Produkten, die vor Ort erzeugt werden konnten. Dazu gehören die Almwirtschaft mit Käserei und Viehzucht, Süßwasserfische wie Forellen und Renken aus den klaren Gebirgsbächen sowie der Weinanbau, der im geschützten Tal sehr gute Weißweine gedeihen lässt.


Typisch für die Küche des Aosta-Tals sind Suppen auf Basis von Fleischbrühe mit viel Butter, Gemüse der Saison, zu jeder Jahreszeit Kohl sowie Brot und Fontina-Käse. Dazu werden Speck, Wurst oder Innereien gereicht. Delikater luftgetrockneter Schinken kommt aus Bosses (kurz vor der Schweizer Grenze), aus Etroubles und Saint-Oyen sowie aus Saint-Marcel und Lys. Weitere regionale Spezialitäten des Aosta-Tals sind getrocknetes Brot (Milasse), Speck, Milchkalb und Polenta sowie Kastanien und Honig. Dazu viel Fett, Sahne oder Butter. Teigwaren hingegen findet man eher selten - am ehesten noch Gnocchi und Schupfnudeln, eine Reminiszenz an die Nähe zur Schweiz.


Schon seit jeher brannten sich die Weinbauern des Aostatals aus den Rückständen vom Pressen der Weintrauben einen Schnaps, der ihnen in der garstigen Berglandschaft die Seele wärmen sollte. Inzwischen ist auch hierzulande aus dem Bauernschnaps der Italiener ein salonfähiges Getränk namens Grappa geworden. Die besten Destillate aus Trester entstehen aus den Rückständen von Winzern, die den edelsten Wein produzieren. Um die Qualität der Grappa zu testen (ja, es heißt "die" Grappa, die Mehrzahl ist Grappe) können Sie z.B. ein paar Tropfen auf den Handflächen verreiben und daran riechen.

 


 La Grappa

Schmeichler mit Charakter: Der Tresterbrand ist das hochprozentige Nationalgetränk Italiens.


 

Oder sie trinken einen Caffè corretto (Espresso mit Grappa), der ebenfalls an seinem Duft und erst recht am Geschmack den Unterschied zwischen einer guten und einer nicht so guten Grappa erkennen lässt.

Vino - Wein
Nicht nur die Weißweine sind zu empfehlen, auch Rotwein aus dem Aosta-Tal lässt sich trinken. In der Gemeinde Arvier wird der Enfer d´Arvier gekeltert, ein heller Roter, der gut zu Vorspeisen und Pasta mundet. Zu Fleischgerichten empfiehlt sich ein Nebbiolo, ein weicher Rotwein mit leichtem Mandelaroma aus den Hügeln von Donnaz.



 
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