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Polenta, Reis, Bohnen und Klippfisch - Kochen wie in Venetien

707096901La Serenissima, die Hafenstadt Venedig, hatte vor allem im 17. Jahrhundert eine wichtige Schlüsselstellung in der Region - als Tor zur Welt. So kamen - zuerst gegen den Widerstand der Venezianer - Mais, Reis und Bohnen ins Land. Von seiner goldenen Zeit kündet bis heute auch die großzügige Verwendung der Gewürze mit deutlich orientalischem Einfluss. Überall wird großzügig Pfeffer verwendet, aber auch Zimt, Nelken und Korinthen.
Anders als in vielen anderen Teilen des Landes sind Schaf- und Ziegenherden eine Seltenheit. Kühe gibt es dagegen in großer Zahl, so dass Rind- und Kalbfleisch einen festen Platz in den Speiseplänen hat, neben Schwein, Wild und Geflügel. Berühmte Schinken- und Wurstsorten, zum Beispiel die Sanguinacci, Blutwürste, werden nach traditionellen Rezepten gefertigt. Ein weiteres Ergebnis der Rinderzucht sind eine Reihe delikater und aromatischer Käsesorten, wozu Grana padano, Asiagio oder Monte veronese zählen.
Der Reis ist heiß Neben Polenta und Reis führt die Pasta in Venetien eher ein Schattendasein. Allerdings gibt es die Bigoli, eine Art grobe Spaghetti, die hier ihren Ursprung haben und bis heute in vielen Familien von Hand gefertigt werden. Das ist seit Jahrhunderten Aufgabe der Männer, da es viel Körperkraft erfordert. Der sehr gute regionale Reis, hat eine ganze Flut von speziellen Gerichten hervorgebracht, zum Beispiel das venezianische Risi e bisi. Traditionell wird dieses Gericht, zu dem außer den Namensgebern Reis und Erbsen auch Speck, Parmesan, Fleischbrühe und Petersilie gehören, sehr flüssig, wie eine Suppe, verspeist.

Türkenkorn
Polenta aus Mais-Grieß ist seit Mitte des 17. Jahrhunderts als Granoturco, Türkenkorn, in Norditalien immer populärer geworden. Zuerst ein typisches Arme-Leute-Essen, ist Polenta in der Zubereitung ähnlich dem Risotto ziemlich zeitaufwändig. Normalerweise wird Polenta erst lange unter Rühren gekocht, dann in Scheiben geschnitten und gebraten. Man kann sie als eigenständiges Gericht mit Käse, Pilzen oder Ähnlichem genießen, oder aber als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten reichen, wie beim vorgeschlagenen Menü.

707096951Fisch & Gemüse
Die reichen Fänge der Adria sorgen für abwechslungsreiche Angebote für Freunde der Meeresfrüchte. Auch Obst und Gemüse wird in bedeutendem Umfang angebaut. Zu erwähnen ist besonders der Radicchio, der vielfältigen Eingang in landestypische Rezepte gefunden hat.

Festessen

Spezielle Gericht für besondere Events: Nach dem traditionellen venezianischen Neujahrsschwimmen gibt es für alle Beteiligten Linsensuppe mit Wurst. Die große Zeit der Süßspeisen ist der Karneval, aber auch sonst spielen sie eine wichtige Rolle. So hat zum Beispiel eine noble Lolli-Vorform, Golosessi, ihren Ursprung in Venetien.
Hierfür werden getrocknete Früchte und Nüsse auf Holzspieße gesteckt und in karamellisierten Zucker getaucht. Nachdem die Leckerei getrocknet war, hatte man einen Lutscher der besonderen Art. Marco Polo soll diese Köstlichkeit den Chinesen abgeschaut haben.



 
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