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Der Prinz von Italien: Nero d'Avola
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Der Prinz von Italien: Nero d'Avola | Der Prinz von Italien: Nero d'Avola |
Vor ein paar Jahren kannte ihn kaum jemand. Inzwischen taucht der Nero
d'Avola immer öfter auf Weinkarten und beim Händler auf. Zum Glück -
denn der Rote aus Sizilien ist ganz so, wie man sich einen Tropfen aus
dem fruchtbaren und heißen Süden vorstellt: Tiefrot, vollmundig und
erstklassig. Mit Rezept: Bracciole: Gefüllter Rollbraten mit Nero d'Avola Der Nero d'Avola ist nicht irgendein junger Modewein. Die gleichnamige Rebe ist eine der ältesten Siziliens. Und der Name ist Programm: Denn "nero" heißt der Wein wegen seiner intensiv roten, fast schwarzen (italienisch: nero) Farbe. Aufgrund seines edlen Charakters wird er auch "Principe Siciliano" genannt, sizilianischer Prinz. Aufschwung in den 90ernLange Zeit verbrachte er allerdings in einem Dornröschenschlaf: Der rassige Süditaliener wurde oft als Verschnitt angeboten und diente dazu, blasse Weine aus dem Norden farblich aufzupeppen. Seit der Wiederentdeckung Siziliens als Anbaugebiet mir hohem Potenzial in den 90ern erlebt nun auch der Nero d'Avola als rebsortenreiner Wein einen Aufschwung und entzückt Weinkenner. Der italienische Weinführer "Gambero Rosso" kürt seit einigen Jahren mindestens einen Nero d'Avola zu den besten Rotweinen des Landes.Angebaut wird er eigentlich in ganz Süditalien, doch nach wie vor liefert Sizilien die besten Ergebnisse. Obwohl die Insel zu den größten Weinbauregionen Italiens gehört, sind überraschenderweise nur ein Viertel der Rebsorten rote Trauben, und auch DOC-Weine machen nur 3 Prozent der gesamten Anbaufläche aus. Dennoch hat in den vergangenen Jahren die Qualität sizilianischer Weine enorm gesteigert. Ausgezeichnete Landweine wie der Nero d'Avola tragen in Italien das Gütesiegel "indicazione geografica tipica" (IGT, "typische geografische Herkunftsbezeichnung"). Viel südliche SonneDas Gebiet, das größtenteils vulkanischen Ursprungs ist, eignet sich mit seinem milden, trockenen Klima und seinen Höhen bis zu 900 Metern hervorragend für den Weinbau. Vor allem die vergleichsweise günstigen wie hochwertigen Weine Siziliens machen die Insel zu einer echten Konkurrenz für den italienischen Norden. Beispielsweise erhielt der Nero d'Avola Jahrgang 2004 aus der Kellerei Centonze gleich zwei Gläser, der Nero d'Avola "Don Antonio" des Jahrgangs 2003 sogar drei der begehrten Gläser im weltberühmten Weinführer Gambero Rosso - eine seltene Ehre für einen Wein dieser Preiskategorie. |
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Vor ein paar Jahren kannte ihn kaum jemand. Inzwischen taucht der Nero
d'Avola immer öfter auf Weinkarten und beim Händler auf. Zum Glück -
denn der Rote aus Sizilien ist ganz so, wie man sich einen Tropfen aus
dem fruchtbaren und heißen Süden vorstellt: Tiefrot, vollmundig und
erstklassig. 
Regelmäßig erreicht er einen Alkoholgehalt von 14% Vol, weshalb er sich sehr gut zu kräftigen Braten von dunklem Fleisch, Wild und gereiftem Käse eignet. Wie die meisten guten Rotweine sollte er mindestens eine Stunde dekantiert und bei einer Temperatur von 18-20°C genossen werden. Die Weine gären nach modernster Technik im Tank und lagern mehrere Monate zum Teil in Stahltanks, zum Teil in Barrique-Fässern, um den letzten Schliff zu erhalten. Danach kann er mühelos an die zehn Jahre in der Flasche ruhen. Dabei besticht er durch sein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis: Einen guten Nero d'Avola bekommt man schon ab 6 Euro.
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