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Nicht nur Billigwein: Pinot Grigio
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Nicht nur Billigwein: Pinot Grigio | Nicht nur Billigwein: Pinot Grigio |
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Seite 1 von 2 "Einen Pinot Grigio bitte!" - Diesen Satz haben wir in den vergangenen
Jahren wirklich oft gehört. Eigentlich öfter, als es dem Wein gut tut:
Inzwischen füllt der Modewein Pinot Grigio als günstige Massenware die
Supermarktregale. Doch dieser Wein hat wesentlich mehr drauf als seine
billige Discounter-Variante. Man muss nur den richtigen erwischen...In Deutschland kennt man ihn als Grauburgunder, in Frankreich als Pinot Gris und in Italien eben als Pinot Grigio. Diese Rebsorte, eine Mutation des Spätburgunders, verdankt ihren Namen der Trauben-Farbe, denn die Haut der vollreifen Trauben wirkt häufig grau. Eigentlich handelt es sich beim Pinot Grigio um eine alte französische Rebsorte aus dem Burgund, der Wiege aller Pinot-Weine. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde er von dem Speyerer Kaufmann Johann Seger Ruland nach Deutschland gebracht, weshalb er in Baden auch den Namen Ruländer trägt. Spitzenwein aus dem NordenMeist wird der Pinot Grigio zu einem leichten, langweiligen Massenwein ausgebaut - die einfachste und billigste Variante. Doch ein Pinot Grigio kann auch glutvoll und edel sein und eine bisweilen ölige Konsistenz aufweisen. Das erfordert allerdings etwas mehr Geschick bei der Produktion. Für einen solchen Pinot Grigio müssen die Winzer nämlich Risiken der Fäulnis eingehen. Man braucht hierfür sehr reife Trauben, die dem Wein bei Gelingen seine Tiefe verleihen. Etwas Edelfäule gibt dem Ganzen den nötigen Schmelz und Charakter. Beim Ausbau geht das Spiel mit dem Feuer weiter: Mit viel Fingerspitzengefühl wird der Wein an der Grenze zur Oxidation entlang geführt, damit er seine goldgelbe Farbe und seinen Honigduft erhält.Der Pinot Grigio ist besonders gut, wenn er aus Norditalien kommt, hervorragend ist er im Friaul (einem Teil der Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten des Landes). Hier wird eine Rebfläche von 18.700 Hektar bestockt. Im 19. Jahrhundert wurde diese Gegend von aus dem Ausland eingeschleppten Schädlingen wie Mehltau und Reblaus verwüstet - eine Tragödie für den Weinbau.
Bis Mitte der 60er Jahre war das Friaul eine echte Rotweingegend, doch
insbesondere durch modernere Kellermethoden wie der gekühlten Gärung im
Edelstahltank, hat sich das Gebiet zur Weißwein-Hochburg Italiens
entwickelt. Aber auch in Trentino und Südtirol kann man gute Tropfen
des Pinot Grigio bekommen. Dort gehört er ebenfalls zu den DOC-Weinen
und unterliegt genauen Produktionsvorschriften. Die Rebsorte gedeiht am
besten auf kiesig-sandigen Hanglagen mit ausreichender Luft- und
Wasserversorgung bei einer Höhe von 100-500 Metern.Aus Rot wird WeißDer Pinot Grigio ist als Mutation aus dem Spätburgunder (Pinot Noir) hervorgegangen. Es handelt sich also um eine rote Traube, und das macht ihn besonders interessant: Denn dadurch kann man auch einen gehaltvolleren Weißwein keltern als üblich. Er ergibt einen Wein mit einem zumeist hohen Alkoholgehalt (mindestens 11,5 % Vol.) und einer milden Säure. In der Regel besitzt er eine satte, strohgelbe Farbe, manchmal mit grünlichen oder kupferfarbenen Reflexen. Der durchschnittliche Pinot Grigio sollte jung, also in seinem ersten, spätestens zweiten Jahr getrunken werden. Einen besseren Pinot kann man auch etwas länger ruhen lassen.
Die Aromen seines Bouquets reichen von fruchtigen Noten wie Birne,
Ananas, Banane, Grapefruit bis hin zu würzigeren Nuancen wie Honig,
Akazie, Muskat und Liebstöckel. Er ist körperreich, voll und
harmonisch, trocken, säurearm und sanft. Am besten genießt man ihn bei
einer Temperatur von 8-12°C. Der Pinot Grigio passt ideal zu edlen
ersten Gängen, zu hellen Fleischgerichten, Meeresfrüchten, Pasta und
Eierspeisen und zu jungem Käse.Sucht man einen guten Pinot Grigio, sollte man unbedingt im Weinladen um die Ecke schauen oder direkt vom Weingut kaufen. Ein guter Pinot Grigio ist allerdings nicht ganz billig, der Literpreis liegt in der Regel nicht unter 10 Euro - die billigen Supermarkt-Varianten gibt es schon ab 1,99 Euro. |

"Einen Pinot Grigio bitte!" - Diesen Satz haben wir in den vergangenen
Jahren wirklich oft gehört. Eigentlich öfter, als es dem Wein gut tut:
Inzwischen füllt der Modewein Pinot Grigio als günstige Massenware die
Supermarktregale. Doch dieser Wein hat wesentlich mehr drauf als seine
billige Discounter-Variante. Man muss nur den richtigen erwischen...
Bis Mitte der 60er Jahre war das Friaul eine echte Rotweingegend, doch
insbesondere durch modernere Kellermethoden wie der gekühlten Gärung im
Edelstahltank, hat sich das Gebiet zur Weißwein-Hochburg Italiens
entwickelt. Aber auch in Trentino und Südtirol kann man gute Tropfen
des Pinot Grigio bekommen. Dort gehört er ebenfalls zu den DOC-Weinen
und unterliegt genauen Produktionsvorschriften. Die Rebsorte gedeiht am
besten auf kiesig-sandigen Hanglagen mit ausreichender Luft- und
Wasserversorgung bei einer Höhe von 100-500 Metern.
Die Aromen seines Bouquets reichen von fruchtigen Noten wie Birne,
Ananas, Banane, Grapefruit bis hin zu würzigeren Nuancen wie Honig,
Akazie, Muskat und Liebstöckel. Er ist körperreich, voll und
harmonisch, trocken, säurearm und sanft. Am besten genießt man ihn bei
einer Temperatur von 8-12°C. Der Pinot Grigio passt ideal zu edlen
ersten Gängen, zu hellen Fleischgerichten, Meeresfrüchten, Pasta und
Eierspeisen und zu jungem Käse.