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| Aufstieg und Fall des Medici-Clans |
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Sie kamen von ganz unten und gehörten zu den reichsten und mächtigsten Familien der Welt: Über 300 Jahre regierten die Medici die Handelsstadt Florenz. Der Begründer ihres Reichtums heißt Giovanni di Bicci. Sein Geschick mit dem Handel von Pferden, Stoffen, Olivenöl brachte ihm soviel Geld ein, dass er bald zum Bankier der städtischen Kurie wurde. Etliche Bankfilialen folgten und Könige und Päpste standen in seiner Schuld. Entsprechend stieg auch der politische Einfluss der Familie. Doch wie es so ist mit den großen Dynastien: Einer ist immer dabei, der das Imperium zu Fall bringt... Sie kamen aus der Zeit der tiefen Renaissance. Die Zeitrechnung nach Christus war etwa beim 14 Jahrhundert angekommen, und in Florenz – dort spielt sich die Geschichte ab – regierte die Bankenfamilie Albizzi. Hier taucht nun zum ersten Mal der Name Medici auf, in voller Länge und in persona von Giovanni di Bicci de Medici (1360 – 1429). Der Aufstieg der Familie Medici konnte beginnen. Die Gunst der Stunde genutztGiovanni und seine Anverwandten hatten das Glück der Tüchtigen. Durch den Handel mit dem Orient waren sie zu einem enormen Reichtum gekommen. Das 14. Jahrhundert war geprägt vom Aufblühen der Stadt Florenz – hauptsächlich bedingt durch den Handel. Bald wurde Florenz zu einem der bedeutendsten Kultur- und Handelszentren der Welt. Der erste Medici wurde also zum richtigen Zeitpunkt Inhaber einer eigenen Bank. Geld allein macht ja bekanntlich nicht glücklich und so ging es auch den Medici, die mehr und mehr nach politischer Macht strebten. Zunächst sah es gar nicht danach aus, als könnten die Medici an Einfluss gewinnen, weil es Ärger mit einem der ganz Großen gab, mit Papst. Baldassare Cossa. Doch der Streit legte sich, und auch der größte Konkurrent der Medicis, die 'Spini, taten den Medicis den Gefallen, pleite zu machen. Giovanni dagegen war außergewöhnlich erfolgreich und hinterließ seinem Sohn Cosimo de Medici (1389 – 1464) ein riesiges Vermögen.
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