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Aufstieg und Fall des Medici-Clans

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Der unsichtbare Strippenzieher

Der Sohnemann erwies sich des Erbes würdig und trieb den Reichtum weiter nach oben. Bald gründete er mehrere Bankfilialen und Handwerksbetriebe und erwarb das Monopol für ein kostbares Mineral (Alaun). Am Ende war er der wahrscheinlich reichste Mann der Welt und mit Sicherheit der größte Steuerzahler Italiens, was seinem politischen Einfluss im Lande sehr zuträglich war.

Bald schaffte er es, sämtliche wichtige öffentliche Ämter, Kommissionen und Gremien mit Leuten zu besetzen, die ihm bedingungslos ergeben waren. Er selbst hielt sich im Hintergrund, denn das Licht der Öffentlichkeit interessierte ihn nicht. Er zog lieber verdeckt die Fäden und setzte auf Fleiß und Beharrlichkeit.

Doch wie es jedem Reichen passieren kann, dessen Geschäft an die wirtschaftliche Lage der Region gekoppelt ist, liegen Erfolg und Misserfolg nahe beieinander. Das Florentiner Bankwesen kollabierte, weil es mit viel zu wenig Eigenkapital ausgestattet war, wie damals im übrigen fast alle Banken. Und wenn dann große Kreditnehmer wie Fürsten und Könige mal einen Krieg so richtig in den Sand setzten und ihre Schulden nicht begleichen konnten, bedeutete dies für so manche Bank das Ende.

Geld ist überzeugender als tausend Worte

Im Zusammenhang mit Kreditvergaben wurde Cosimo dann auf Dringen der herrschenden Adelsparteilauch schon mal für zehn Jahre in die Verbannung geschickt. Durch großes Geschick (in den Geschichtsbüchern ein anderes Wort für Bares) gelang es ihm aber, nach einem Jahr wieder zuhause aufzutauchen, wo er seine Macht erst so richtig ausbaute.

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Mit Hilfe überhöhter Steuern, die er durchsetzen konnte, machte er die Reichen arm, andere zog er aus dem Verkehr, indem er sie in die Verbannung schickte. Dabei vergaß er nicht, als Mäzen aufzutreten und Gelehrte, Künstler und Architekten tatkräftig zu unterstützen.

Richtig erfolgreich sind Familie eigentlich nur, wenn alle zusammen halten und an einem Strang ziehen. Den Medici gelang dies recht gut. Da gab es nicht nur den Vater Giovanni, sondern auch eine Reihe von ehelichen und unehelichen Onkels, Enkel, Cousins, Mütter und Schwestern. Das Verhältnis mit der katholischen Kirche und deren oberste Dienstherren, den Päpsten, erwies sich in der Regel als einfach und unkompliziert: Nicht selten konnte das Volk beim „Habemus papam" einem Medici-Papst zujubeln: bei Papst Julius II (Pontifikat 1503 – 1513), Leo X. (1513 – 1521), Hadrian VI. (1522 – 1523) und ClemensVII. (1523 –1534).



 
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