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Aufstieg und Fall des Medici-Clans

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Schick: Die Lilie im Wappen

Nicht zu unterschätzen war auch die Politik des weiblichen Parts der Medici. Einige machthungrige Frauen mischten munter mit, allen voran Katharina de Medici (1519 – 1589), die spätere Ehefrau Heinrichs II., dem König von Frankreich. Sie verheiratete nicht nur sich selbst äußerst vorteilhaft, sondern pflegte auch mit der engeren Verwandtschaft eine knallharte Heiratspolitik

Für den Machterhalt waren ihr keine Maßnahmen zu grausam und so gehörten auch politische Morde und Intrigen zu ihrem Repertoire. Den größten Fehler, den ihr die Geschichte auch nie verzeihen würde, begann Katharina mit der Anstiftung zur so genannten Pariser Bluthochzeit. In der Bartholomäus-Nacht, der Nacht vom 23. auf den 24.8.1572, wurden Tausende von Hugenotten ermordet.

Wie es um das Äußere der Medici bestellt war, ist nicht exakt überliefert. Zumal man weiß, dass die Portrait-Maler jener Zeit ihre Geldgeber immer bedeutend besser aussehen ließen, als sie es in Wirklichkeit waren. Allgemein galten die Medicis jedoch als außerordentlich hässlich. Eines der wichtigsten Clan-Mitglieder, Lorenzo (1448 – 1492) erhielt zwar den Beinamen „der Prächtige", doch wurde dies ausschließlich auf seine exorbitant schöne Garderobe zurückgeführt. Lorenzo, der den Schönen Künsten zugetan war wie kein anderer, machte Florenz zur wichtigsten Stadt der Künste der Renaissance.

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Kein Händchen fürs Geld

In Geldangelegenheiten hingegen zeigte Lorenzo weit weniger Geschick als in den Bereichen der Kunst, was ihn letztendlich zum der Totengräber der Dynastie werden ließ. Wohl eher humanistisch denn wirtschaftlich gebildet, übernahm er bar jeder Erfahrung die Geschäfte der Medici, was den wirtschaftlichen Niedergang der ganzen Dynastie auslöste. Nebenbei hatte er auch großes Pech, denn das historische Umfeld war nicht gerade vielversprechend für das Bankenhaus (Auflösung des bei den Medici hochverschuldeten Burgunderreiches, Osmanische Expansion und der damit zusammenhängende osmanisch-venezianische Krieg).

1490 war es mit Glanz und Glorie der Medici dann endgültig vorbei und zweihundert Jahre fand auch die biologische Linie der Medici ein Ende. Die Dynastie war ausgestorben, doch ihre einzigartige Geschichte wird immer lebendig bleiben.

[laudatio]


 

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