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| Bittersüße italienische Weisheiten |
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Ein Film über die Liebe also, aus Italien. Natürlich, schließlich versteht man sich südlich der Alpen auf Dolce Vita und Amore. Das wissen wir spätestens seit Sophia Loren und anderen feurigen italienischen Leinwandschönheiten, die ihre Macho-Männern lautstark die Leviten lasen, um sie im nächsten Moment leidenschaftlich zu lieben. Vier Geschichten in einer
Wer solche Geschichten erwartet, wird in "Handbuch der Liebe" enttäuscht. Eigentlich ist es ein Episodenfilm, der Situationen zeigt, wie sie vermutlich alle Paare kennen - auch solche, die es mal gewesen sind: Verliebtheit, Krise, Betrug, Trennung, vier Phasen der Liebe, vier einzelne Schicksale, die Regisseur Giovanni Veronesi erzählt, und die sich auf wundersame Art und Weise miteinander verbinden. In Wirklichkeit geht es natürlich um andere Dinge: Der Film handelt auch davon, wie sich Verliebte zum Affen machen und ihre Umgebung in den Wahnsinn treiben, wie man sich mindestens ebenso zum Affen macht, wenn man eben nicht mehr so verliebt ist, dass andere Paare auch Probleme haben, dass Alkohol keine Lösung ist und Verzweiflung erst recht nicht, dass die Wahrheit manchmal viel zu grausam ist, dass es trotzdem immer irgendwie weiter geht, und dass das vielleicht alles so sein muss. Obligatorisches Happy End Natürlich ist das Happy End unausweichlich. Aber: Die hässlichere Alternative wird auch angedeutet, und man entdeckt als Zuschauer, dass man bei diesem Thema im Grunde gar nichts anderes sehen will. So sind diese vier Geschichten, die zu einer großen werden, mal wundervoll romantisch, mal rasend komisch, mal melancholisch und fürchterlich traurig, und eigentlich all das auf einmal. Recht viel mehr bittersüße Weisheiten über die Liebe kann man eigentlich nicht in einen Film packen.
Oder, wie Tommaso-Darsteller Silvio Muccino sagt: "Es gibt tatsächlich ein Handbuch der Liebe, auch wenn es nie geschrieben wurde. Giovanni Veronesi hat die nie geschriebenen und nie gesagten Worte dieses Handbuchs jetzt verfilmt."
Die DVD lässt einem die Wahl, ob man lieber die deutsche oder die italienische Version sehen möchte; Untertitel gibt's auch, und so eignet sich "Handbuch der Liebe" prinzipiell auch für den Italienisch-Unterricht daheim. Allerdings dürfte der römische Akzent einiger Darsteller an der Volkshochschule weniger gut ankommen. Wer sich dagegen ein gewisses Arsenal an beliebten und auch etwas ausgefallenen Schimpfwörtern aneignen will, wird bestens versorgt. Zusätzlich zum Film gibt's noch Extras wie ein Video des (portugiesischen) Titelsongs, ein neunminütiges Feature über den Film mit Interviewausschnitten, 14 Minuten Interview-Material, unter anderem mit Regisseur Veronesi und diverse Trailer.
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Der Film "Manuale d'amore" ("Handbuch der Liebe") war in Italien eine riesige Überraschung. Die erfrischende Liebeskomödie lockte im vergangenen Jahr Millionen Zuschauer in die Kinos. Zum Glück gibt's den Streifen jetzt als DVD - denn nicht nur Italiener können so ein "Handbuch der Liebe" brauchen.
Interviews und Musikvideo als Extras

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