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Heilige Stresstage: Ostern im Vatikan

rtz_papst150 Ostern ist der Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres. Christen in aller Welt, vor allem aber in Italien, feiern das Fest der Auferstehung Jesu entsprechend prachtvoll. Auch im Machtzentrum der katholischen Kirche herrscht festlicher Hochbetrieb - und der Papst ist im Dauereinsatz.

Bilder-Galerie: Die Woche bei Benedikt

 

Die staatsmännischen Pflichten, die der Heilige Vater neben den geistlichen auszuüben hat, geraten in der Karwoche in den Hintergrund. Wichtige Empfänge ausländischer Staatsgäste, private Audienzen und Auslandsreisen finden somit nicht statt. Stattdessen stehen Messen und Riten auf dem Programm, die vor Milliarden von Gläubigen zelebriert werden. Dabei sorgen allein schon Zehntausende betende Menschen auf dem Petersplatz, im Kolosseum und Petersdom für eine mehr als eindrucksvolle Kulisse.

 

Heilige Karwoche - Palmsonntag bis Karfreitag

Die Feierlichkeiten sind nicht nur auf Ostersonntag und Ostermontag begrenzt. Bereits mit dem Sonntag vor Ostern beginnt die Karwoche: Der Palmsonntag erinnert an den mit Palmzeigen bejubelten Einzug Jesu Christi in Jerusalem. In den Tagen darauf findet dann in einer so genannten Chrisam-Messe die Weihe der Öle statt, die bei der Sakramenten-Spendung, bei Taufe, Firmung, Krankensalbung und Priesterweihe zur Anwendung kommen.

Das Letzte Abendmahl Jesu und seiner Jünger, bei dem er das Priestertum und die heilige Eucharistie einsetzte, ist Gegenstand einer feierlichen Messe am Abend des Gründonnerstags, mit dem die "heiligen drei Tage" beginnen. Während dieser Messe wäscht der Papst einigen Kardinälen die Füße, so wie es Christus der Überlieferung nach als Symbol der dienenden Liebe an seinen Jüngern praktizierte.

Der Karfreitag, an dem besonders des Leidens und Sterbens Christi gedacht wird, wird in Rom an ausgesprochen historischer Stätte begangen - im Kolosseum. Dort trägt der Papst auf dem so genannten Kreuzweg selbst ein Kreuz in direkter Anspielung auf die geschichtlichen Ereignisse.


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Stressige Tage im Vatikan: Palmsonntag, Karwoche und die Ostertage bei Benedikt XVI.

 


Weltumspannender Segen

Der Ostersonntag selbst ist gespickt mit liturgischen Feiern, die in den frühen Morgenstunden mit der feierlichen und ergreifenden Messe zur Osternacht anfangen. Wenig später folgt der zentrale Festgottesdienst, dem sich als Höhepunkt der religiösen Feierlichkeiten der nur zu besonderen Anlässen gespendete Segen "Urbi et Orbi" (lateinisch für "der Stadt Rom und dem Erdkreis") anschließt. Die Grußbotschaft vor dem eigentlichen Segen wird in 60 Sprachen übermittelt. Der Heilige Vater wendet sich an die gesamte Christenheit und wünscht allen "Fröhliche Ostern".

 

[Laudatio, Leadsatz - Fotos: Reuters]


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