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„In Italien ist alles Oper“ – Teatro alla Scala
1194702321Mailands Teatro alla Scala ist mindestens so berühmt wie der Dom. Für Kulturbeflissene und Opernliebhaber ist es ein Mekka das Belcanto und das bedeutendste Opernhaus des Landes wenn nicht – die Mailänder sind überzeugt davon - der ganzen Welt.

Alles was auf dem Gebiet der Oper Rang und Namen hat, gibt sich hier die Klinke in die Hand – und zwar schon seit Bestehen des Hauses. Den besten Solisten, Komponisten, Orchestern und Dirigenten ist es Ehre und Vergnügen, in dem renommierten Musentempel mit seiner göttlichen Akustik aufzutreten.

Beginn mit Salieri und Verdi

Vor knapp 230 Jahren, am 3. August 1778, hob sich zum ersten Mal der Vorhang. Die eigens komponierte Eröffnungsoper „Die wiedergefundene Europa“ (L‘Europa riconosciuta) stammte von dem angeblichen Mozart-Vergifter Antonio Salieri. Die Scala ist ein äußerlich eher schlichtes, klassizistisches Theatergebäude ohne monumentalen Prunk. Sie wurde im Auftrag der Kaiserin Maria Theresias von dem Hof-Architekten Giuseppe Piermarini in nur 23 Monaten gebaut – ein effektvolles Trostpflaster für die unter der österreichischen Besatzung leicht aufmüpfigen Lombarden.

Sie ersetzte einerseits das abgebrannte Teatro Regio Ducale und nutzte andererseits auch das Grundstück der Kirche Santa Maria della Scala – daher der Name. Im 19. Jahrhundert erlebte das Haus eine Blüte mit der Uraufführung vieler Verdi-Opern. Als 1842 dessen „Nabucco“ mit dem berühmten Gefangenenchor „Flieg Gedanke, auf goldenen Schwingen“ herauskam, war der Durchbruch für den Komponisten geschafft.

Sie ersetzte einerseits das abgebrannte Teatro Regio Ducale und nutzte andererseits auch das Grundstück der Kirche Santa Maria della Scala – daher der Name. Im 19. Jahrhundert erlebte das Haus eine Blüte mit der Uraufführung vieler Verdi-Opern. Als 1842 dessen „Nabucco“ mit dem berühmten Gefangenenchor „Flieg Gedanke, auf goldenen Schwingen“ herauskam, war der Durchbruch für den Komponisten geschafft.

Mailand und ganz Italien hatten eine Melodie für den Kampf um Unabhängigkeit und Freiheit. Die „Viva Verdi“-Rufe meinten viel mehr als nur eine Huldigung an den Opern-Titan.

Nachkriegselan mit Toscanini

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Opernhaus 1943 fast völlig zerstört. Aber schon am 11. Mai 1946 gab es eine glanzvolle – nicht unproblematische – Wiedereröffnung mit einem Konzert unter dem Dirigenten Arturo Toscanini. Der Italiener hatte schon seit 1898 an dem Haus gearbeitet, heute ziert seine Porträtbüste das beeindruckende Foyer.

Kritiker bemängelten schon damals die Fehler bei dem zu schnellen Wiederaufbau. Beispielsweise blieb der Schutt unter dem Orchestergraben und dem Zuschauerraum liegen, was zu Lasten der hochgelobten Akustik ging.



 
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