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Leonardo: Das Jahrtausend-Genie

Leonardo_Statue150 Leonardo Da Vinci war ein einmaliges Phänomen: Maler, Bildhauer, Architekt, Musiker, Ingenieur und Naturphilosoph, mit unstillbarer Neugier und energiegeladenem Interesse für fast alles. Dazu soll er auch noch charmant, liebenswürdig und freundlich gewesen sein – ein wahres Wunderkind.

Bilder-Galerie: Leonardos wichtigste Werke

 

Auch wer keinerlei Interesse an bildender Kunst verspürt und Museen hasst, kennt Gemälde Leonardo da Vincis. Das Lächeln seiner "Mona Lisa" – die Italiener kennen sie als "La Gioconda" – ist sprichwörtlich, und das Wandgemälde vom "Letzten Abendmahl" ist fast untrennbar mit unserer Vorstellung von diesem biblischen Ereignis vor dem Verrat durch Judas und der Kreuzigung Jesu verbunden. Nur 17 Gemälde des Renaissance-Heroen können heute noch im Original betrachtet werden. Die "Mona Lisa" zum Beispiel hängt im Pariser Louvre.

 

Verschlüsselte Skizzen

Viele von Leonardos Studien, Zeichnungen und Notizen sind durch seine Skizzenbücher bewahrt worden. Angesichts der Fülle dieser Entwürfe ist der Betrachter sprachlos: Skizzen für geplante Skulpturen und Gemälde finden sich neben wissenschaftlichen Zeichnungen zur Anatomie, Biologie, Architektur, Technik und Waffenkunde. Dabei hat er viele seiner Skizzen durch Erklärungen ergänzt. Spannend daran ist, dass der geniale Linkshänder Leonardo in Spiegelschrift geschrieben hat. Ein Schachzug, der ihm anatomisch entgegenkam, vor allem aber seine Notizen gewissermaßen verschlüsselte. In einer Zeit ohne Patentrecht waren sie so nicht jedem Unbefugten auf den ersten Blick verständlich.

 

Frühe Begabung

Leonardo_Heli150 Leonardo Da Vinci: Der Name bedeutet eigentlich nichts weiter als "Leonardo aus Vinci" und bezeichnet damit Leonardos Herkunft aus dem Örtchen Vinci etwa 30 Kilometer westlich von Florenz. Das ist auch einer der Gründe, warum oft nur von Leonardo die Rede ist, wenn man eigentlich das Renaissancegenie meinen – "Da Vinci" ist sozusagen kein richtiger Nachname.

Geboren wurde er 1452 als unehelicher Sohn eines einflussreichen Notars und eines Bauernmädchens. Normalerweise nicht gerade der beste Start in eine große Zukunft, doch Leonardo hatte Glück: Der Vater erkannte das Kind an. Obwohl er mehrmals verheiratet und noch mit vielen anderen Kindern gesegnet war, wuchs Leonardo bei ihm auf. Er muss ein angenehmes, enorm wissbegieriges Kind gewesen sein. Dem Vater fiel seine besondere künstlerische Begabung schnell auf, er kümmerte sich um eine Ausbildung beim Maler und Bildhauer Verrocchio. Auch nachdem der junge Mann 1472 Mitglied in der Florentiner Malergilde geworden war, blieb er noch einige Jahre bei dem Lehrer.


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Mona Lisa, Abendmahl, Hubschrauber und mehr: Leonardo Da Vincis wichtigste Werke

 


Mailänder Meisterjahre

Von den Medici in Florenz empfohlen, wirkte Leonardo 17 Jahre am Mailänder Hof des Herzogs Ludovico Sforza. Ursprünglicher Anlass war ein Reiterstandbild als Denkmal für Francesco Sforza, aber bald schien der Hof ohne ihn nicht mehr auszukommen. Die Kombination von beispielloser technischer Findigkeit und passender allegorischer Phantasie, gepaart mit seinen höfischen Umgangsformen und der selbstsicheren Eloquenz, machten ihn zum führenden Geist bei Zeremonien und Festen. Der Mailänder Hof war für seine Prachtliebe und Feierfreude bekannt. Der Künstler beschäftigte sich, wie die Skizzenbücher beweisen, mit Statik und Dynamik, Anatomie, Geometrie und den Phänomenen von Licht und Schatten. Daneben war er jedoch Komponist und Rezitator für die Herrschenden.



 
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