Navigation überspringen

Home arrow Cultura arrow Viva la Diva: Ornella Muti
Viva la Diva: Ornella Muti

84178841.jpgAls junge Frau war sie neben Sophia Loren Italiens schönste und begehrteste Leinwandgöttin. Den Imagewechsel vom naiven Mädchen mit den rasanten Kurven zu einer ernstzunehmend Charakterdarstellerin schaffte sie im Laufe der Zeit spielend. Vorhang auf für Ornella Muti.

 

Ornella Muti war nicht im Bungalow, als sich die Mörderwelle des Tsunami auf die Malediven zubewegte. Anstatt faul am Pool herumzuliegen, hatte sie sich spontan zu einem Tauchgang entschlossen. Sie befand sich in etwa sieben Metern Tiefe, als plötzlich die Strömung drehte und sie in die Tiefe riss. Ihr Tauchcomputer piepste wie wild, aber ihr Mann Stefano erwischte sie in zwanzig Metern Tiefe am Arm und zog sie nach oben. Die Rückkehr zum Strand war ein Schock und auch Tage danach wurde Ornella Muti von Albträumen geplagt. Aber sie hatte Glück - wie schon so oft in ihrem Leben.

 

Fit mit Thai-Boxen

Ornella Muti ist über 50 - aber das sieht man ihr wahrlich nicht an. Ihre jugendliche Schönheit schreibt "die schönste Großmutter Italiens" ihrem gesunden Leben zu. Besonders wichtig ist ihr neben Thai-Boxen das tägliche Meditieren und die Diät nach Peter D'Adamo. Der Beauty-Guru stellt den Speiseplan seiner Klienten nach der Blutgruppe ein. Ornella hat die Gruppe A und darf sich daraus folgend nur vegetarisch ernähren. Gegen Schönheitsoperationen hat die Diva im Grunde nichts einzuwenden; Sie gibt sogar zu, ihren Mann Stefano - der zufällig Schönheitschirurg ist - schon mehrmals darum geben zu haben, sie doch bitte ein wenig aufzufrischen. Der aber weigert sich standhaft - und sie empfindet dies als großes Kompliment.

Geboren wurde Ornella Muti 1955 in Rom als Francesca Romana Rivelli, Tochter eines Neapolitaners und einer estnischen Mutter. Genau wie ihre Kollegin Sophia Loren begann sie ihre Karriere als Modell in Fotoromanen, bis sie der Produzent Achille Manzotti entdeckte und förderte.

 

Durchbruch mit Skandal

Ihren Künstlernamen Ornella Muti (übersetzbar etwa mit "stumm") erhielt sie von Regisseur Damaiano Damiani, als sie in dem Streifen "La moglie piu bella" das erste Mal auf der Leinwand erschien. Ihr großer Durchbruch aber kam erst 1975 mit dem Skandal-Film "Die letzte Frau", in dem sie ihrem Filmgatten Gérard Depardieu - der meist nackt und sogar mit Erektion zu sehen ist - sein bestes Stück mit einer Küchenschere abschnitt. Manchmal muss es eben ein bisschen rabiat zugehen, um sich das Interesse der Öffentlichkeit zu sichern.


rtz_muti2_70Bilder-Galerie

Immer im Mittelpunkt: Starke und sexy Auftritte von Ornella Muti - mal unschuldig, mal divenhaft.

 


Die folgenden Filmpartner jedenfalls lagen der Muti alle zu Füßen und priesen ihren Charme, ihr Können und ihre unwiderstehliche Schönheit in den höchsten Tönen, allen voran Marcello Mastroianni (Sergio Corbuccis "Leichen muß man feiern, wie sie fallen"), Ugo Tognazzi ("Ein Sack voller Flöhe") und Alain Delon ("Der Fall Serrrano"). Kein Wunder, dass die kurvenreiche Schönheit mit den grünen Augen und dem kastanienbraunen Haar schnell zum vergötterten Sexsymbol avancierte. Ihre naiven Rollen, in denen sie ihre große Natürlichkeit unter Beweis stellen konnte und ihre Reize so selbstironisch und unaffektiert Preis gab, machte sie bei ihren Fans nur noch sympathischer.



 
Anzeige