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Seite 2 von 4 Livia – die erste Kaiserin
Die schöne und kluge Livia Drusilla ging als erste Kaiserin des römischen Reiches in die Geschichte ein. Sie entstammte den in der römischen Politik aktiven Familien der Claudii und der Livii Drusi. Von ihrem ersten Gatten und Cousin Tiberius Claudius Nero bekam sie einen Sohn: Tiberius, der es später ebenfalls als Kaiser zu Ruhm bringen sollte.
Als sie zum zweiten Mal guter Hoffnung war, verliebte sich der damalige Triumvirn Oktavian – der spätere Kaiser Augustus - unsterblich in die Hochschwangere und heiratete sie nach einer schnellen Scheidung. Ihr Sohn Drusus, der kurz danach zur Welt kam, soll angeblich von Augustus gezeugt worden sein, was aber schon damals niemand so recht glauben wollte.
Livia, die bald zahlreiche Ehrungen und Vorrechte in Rom genoss, hielt die Fäden verdeckt in der Hand und fungierte als politische Beraterin ihres Mannes. Das damals vorherrschende Ideal erlaubte es der Frau nicht, sich offiziell in die Politik einzumischen, doch irgendwie schaffte sie es, ihrem Sohn Tiberius den Weg zum Thron zu ebnen.
Wie weit sie ihren Mann beeinflusste, insbesondere zur Förderung ihrer beiden Söhne, ist nie bekannt geworden. Spätere Historiker und Schriftsteller schließen umfangreiche Intrigen und politisch motivierte Morde nicht aus, können diese aber nicht belegen.
Viele halten sie für eine der begabtesten Intrigantinnen überhaupt, die aber klug genug war, sämtliche Spuren zu verwischen.
In der Geschichte des römischen Reiches war sie die erste Frau, welche die weibliche Form des Ehrennamens Augustus führte. Der Kaiser selbst selbst hatte dies testamentarisch verfügen lassen. Ihre Zeit als Kaiserin – Augusta - war jedoch kurz bemessen, da ihr Sohn Tiberius sie bald von den Regierungsgeschäften verdrängte. Durch ihren Enkel Claudius wurde sie 42 zur Göttin erhoben.
Rom - die ewige Stadt
Zeitreise in die Antike: Auf den Spuren von Kaisern, Päpsten, großen Baumeistern und Künstlern
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