Navigation überspringen

Home arrow Dolce Vita arrow Die mächtigsten Frauen im alten Rom
Die mächtigsten Frauen im alten Rom
Kaiserinnen RomsMessalina – die Dirne

Als richtiges Biest und verschrien als sexsüchtige Nyphomanin, ging die schöne Messalina in die Geschichtsbücher ein. Vielleicht tut man dem Prachtweib mit dem schwarzgewellten Haar im nachhinein auch unrecht, schließlich ging sie als blühende fünfzehnjährige Schönheit eine Heirat mit dem 50-jährigen, schon von Krankheit gezeichneten Claudius ein. Und welche Fünfzehnjährige möchte schon auf die Magie der Liebe verzichten...
Die Hochzeit fand um das Jahr 39 statt und schon ein Jahr später gebahr Messalina ihr erstes Kind, Octavia genannt, und gleich danach ihren Sohn Britannicus (eigentlich Germanicus). Durch einen Staatsstreich wurde Claudius im Januar 41 zum Kaiser und plötzlich war Messalina die Frau des mächtigsten Mannes der Welt, der ihr noch dazu hoffnungslos verfallen war.
Anfänglich genoss Messalina ihre Macht in vollen Zügen, doch als Sechzehnjährige am Zenit ihrer Macht, wurde ihr das Leben bei Hofe zu eintönig. Aus reiner Langeweile oder purer Boshaftigkeit begann sie bald mit ihren intriganten Spielen und Verleumdungen, denen selbst hoch angesehene Bürger Roms zum Opfer fielen.

Wer sein Leben liebte, kam der jungen Frau besser nicht in die Quere, denn die unwichtigste Kleinigkeit brachte Messalina dazu, den oder die in die Verbannung oder gar in den Tod zu schicken.
Doch mehr noch als ihre mörderischen Intrigen erregte ihre Sex-Sucht die allgemeine Aufmerksamkeit. Als Blondine verkleidet, soll sie sich nachts in den düstersten Bordellen der Stadt herumgetrieben haben und sich mit größter Freude ihren Freiern verkauft haben. Im Durchschnitt soll die Schöne 25 Männer pro Nacht bedient haben.

Und angeblich wusste ganz Rom von ihren Eskapaden und auch ihre Lieblings-Liebhaber schien jeder zu kennen. Da waren der Pantomime Mnester, der Freigelassene Polybius, der ehemalige Prätor Juncus Vergilianus und etliche Senatoren.

Warum Claudius dem schamlosen Treiben seiner Frau solange zusah, ist nicht nachzuvollziehen. Ihren verhängnisvollen Fehler machte sie, als sie ihren Geliebten – zu jener Zeit der bestaussehendste Mann Roms – Gaius Silius am 10.9.48 n. Chr. heiratete, als Claudius außerhalb von Rom in Ostia weilte.

Messalina in ihrem unermesslichen Hochmut, plante sogar, ihren Mann von der Notwendigkeit dieser Scheinehe zu überzeugen. Ihre Ausrede sollte folgendermaßen ausfallen: "Ein Astrologe sagte meinem Gatten ein großes Unglück voraus. Nur wenn Silius als mein rechtmäßiger Ehemann gilt, wird er vom Unglück getroffen und nicht mein geliebter Claudius".

Zu einer Erklärung allerdings kam sie nicht mehr, denn zwei ihrer erbittertsten Gegner nutzten die Gunst der Stunde, das Weib wegen Untreue im Namen des Kaisers töten zu lassen. Noch bevor ihr Claudius wie üblich verzeihen konnte, wurde Messalina zum Tode verurteilt. Als klar war, dass sie ihrer Hinrichtung nicht entgehen konnte, brachte sich mit Hilfe eines Tribunen selbst um.



 
Anzeige