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Sprachguide: Schöner schimpfen auf Italienisch

sg_schimpfen150 Ein gepflegtes Schwätzchen steht in der Gunst der Italiener ganz oben. In der Bar, auf der Piazza, am Strand, von Fenster zu Fenster, auf dem Markt. Überall wird getratscht, gelästert, diskutiert - und nach Herzenslust geschimpft und geflucht. Deswegen hier die wichtigsten italienischen Schimpfwörter - nichts für Kinder und zarte Seelen!

Leichtes Warmschimpfen

Es gibt unzählige Varianten, auf Italienisch Unwillen auszudrücken. Die vielleicht einfachste: "Ma" ("aber"), je nach Situation aggressiv schnell oder weinerlich.

Ebenfalls sehr populär, vor allem bei Kindern, weil sie das nicht in den Mund nehmen sollen: "Merda" ("Scheiße"). Deutlich netter ist da schon "perbacco", wörtlich "für Bacchus", den Gott des Weines, gemeint ist irgendetwas zwischen "verflixt" und "wow". Nett auch "accipicchia" (sprich: "atschipikkja"), was wohl am ehesten unserem "hoppala" entspricht und "porca miseria" ("verdammte Schweinerei").

Deutliche Worte

Die unter Erwachsenen gebräuchliche Alternative zum allgegenwärtigen "merda" ist "cazzo", also "Penis". Je nach Zusammenhang kann "verflixt" gemeint sein, es taugt aber auch als Schimpfwort für einen unliebsamen Zeitgenossen.

Dann heißt es auch gerne und sehr deutlich "testa di cazzo" (wörtlich: "Peniskopf"). Nur wenig netter kommt "mascalzone" ("Schuft") an, auch "coglione" ist sehr beliebt, eigentlich heißt es "Hoden" und entspricht in der Rangfolge in etwa unserem "Arschloch". In dieses Register gehören auch "stronzo", "pezzo di merda" ("Stück Scheiße") und "figlio di puttana" ("Hurensohn").

Hokus Pokus Verschwindibus

Im Sinne von "hau ab" haben die Italiener einen ganz Strauß unfreundlicher Formulierungen parat. "Vattene" ist dabei noch das netteste, auch "fai pista" ist beinahe noch als höflich einzustufen. Wohl am populärsten: "Vaffanculo". Darin steckt "culo", wörtlich der "Arsch", und das ist auch ausgesprochen ordinär gemeint. Auf derselben Klaviatur spielt "fatti fottere" und regt an, sich im Geschlechtsakt passiv nehmen zu lassen. Im Veneto gibt es eine besonders liebenswerte Variante: "Va in mona de ta mare". "Mona" meint in dieser schönen Gegend die Vagina; der Spruch regt an, doch wieder in dieselbe der eigenen Mutter zurück zu kriechen, wo man hergekommen ist.

[XXL-News/Peter Hemke]


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