Die Neue und der Klassiker
Es ist nicht die erste Reiseenduro von Moto
Guzzi, die im November auf dem Stand in Mailand präsentiert wurde.
Aber
es ist mit Sicherheit die erste, deren Design mit den Konkurrentinnen von BMW
oder Aprilia mithalten kann. Mindestens!
Bei der Stelvio, wie die Neue heißt, liegt
die Betonung eindeutig auf Reise. Denn mit einem 180er Reifen auf der Hinterhand
ist man auf groberem Geläuf nicht wirklich gut bedient.
Die Sitzhöhe ist sehr rangierfreundlich – ein
Fahrzustand, in den man sich bekanntlich vor allem in der Stadt ausgiebig
begibt. Gerade mal 840 mm befindet sich der Fahrerpopo über der Straße – eine
BMW R 1200 GS, auch nicht unbedingt für hartes Gelände gedacht, mutet ihren
Fahrern 70 mm mehr zu.
Auch bei Leistung und Gewicht hat die
Italienerin gegenüber der GS Vorteile: 9 kg weniger Trockengewicht (214 kg zeigt
die Waage an, wenn die Guzzi auf ihr steht) und 10 PS mehr (110 PS leistet der
1150cm³ große Vierventiler der Stelvio bei 7.500/min).
Die neuen Moto Guzzi-Modelle können sich sehen lassen
Auch an den Komfort des Stelviopiloten wurde gedacht: Scheibe und Fahrersitz
lassen sich verstellen. Außerdem lassen sich Gabel und hinteres Federbein an
unterschiedliche Fahrzustände anpassen und komplett einstellen.
Ob die Italienerin viele Kunden von der Konkurrenz aus Bayern und Japan abwerben kann, ist fraglich. Aber für die vielen Freunde leidenschaftlicher Motorräder mit Reiseambitionen gibt es nun eine Alternative zur Aprilia Caponord, der bisher einzigen Reiseenduro aus Italien.
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