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Er war schon zu Lebzeiten eine Legende und gestaltete das italienische Wirtschaftsleben nach 1945 maßgeblich mit. Die Formel 1 wäre ohne seine Autos fast undenkbar: Enzo Ferrari war ein Motorsport-Pionier. Vor allem aber hat er der Nachwelt eine Automarke hinterlassen, die wie kaum eine andere für höchste Design- und Ingenieurskunst steht.
Bemerkenswert erscheinen aus heutiger Sicht bereits die Umstände seiner Geburt. Als Enzo Anselmo Ferrari am 18. Februar 1898 in einem kleinen Bergdorf nahe Modena das Licht der Welt erblickte, lag so viel Schnee, dass sein Vater Alfredo erst zwei Tage später den Familienzuwachs in Modena melden konnte. Den damaligen Gesetzen entsprechend, wurde der Geburtstag des neuen Erdenbürgers einfach auf den 20. Februar verlegt.
Leidenschaft für Motorsport
Nach Beendigung der Schulzeit 1914 ging der junge Enzo Ferrari zunächst bei seinem Vater in der Lehre, der neben einer Viehzucht eine kleine Schlosser- und Schmiedewerkstatt unterhielt. Dabei zeigte sich schon früh die besondere technische Begabung des Heranwachsenden und seine Leidenschaft für den sich gerade erst entwickelnden Motorsport.
Ferrari machte schon nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, dem sein älterer Bruder Alfredo an der Front zum Opfer gefallen war, als sehr talentierter Rennfahrer auf sich aufmerksam. Nach einigen Engagements als Test- und Werkfahrer, unter anderem bei Alfa Romeo, und zahlreichen herausragenden Erfolgen bei den renommiertesten Straßenrennen, gründete er 1929 in Modena seinen eigenen Rennstall, die legendäre "Scuderia Ferrari" mit dem längst weltberühmten Emblem des "cavallino rampante", des sich aufbäumenden Pferdchens.
Umzug nach Maranello
Zunächst ging der neue Rennstall weiterhin mit Fahrzeugen von Alfa Romeo an den Start. 1939 fasste Enzo dann allerdings nach einigen schwierigen und wenig glücklichen Jahren bei Alfa den Entschluss, nur noch in eigener Verantwortung Rennwagen herzustellen und an den Start zu bringen.
Enzos Erben - die neuen Gesichter und starken Persönlichkeiten bei Ferrari
Diese Maxime gilt für das Unternehmen Ferrari bis heute, obwohl es mittlerweile zu FIAT gehört. Der erste große Rückschlag für Ferrari kam 1943: Der selbständige Rennstall musste von Modena ins nahe gelegene Maranello umziehen, weil das alte Werk von alliierten Bombern fast vollständig zerstört worden war. Dort hat Ferrari bis heute seinen Firmensitz.
Schon drei Jahre später konstruierte das Ferrari-Team erstmals einen Rennwagen und fuhr 1947 bereits den ersten Sieg ein. Die neu gegründete Formel-1-Weltmeisterschaft startete am 13. Mai 1950 in Silverstone.
Seit dem zweiten Rennen am 21. Mai in Monaco ist Ferrari als einziges Team und Motorenhersteller ununterbrochen in der Königsklasse des Motorsports dabei - eine einzigartige Erfolgsgeschichte.
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