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Mythos Ferrari – Rassepferd auf vier Rädern
79795122.jpgVor allem männliche Autofans bekommen leuchtende Augen, wenn sie den Namen hören: Ferrari ist mehr als ein Sportwagen. Die Marke steht für italienische Autobauerkunst und beispiellose sportliche Erfolge, aber auch für Extravaganz, Luxus, Exklusivität und Schönheit.

Unzählige kleine und große Kinder meist männlichen Geschlechts träumen davon: Einmal einen Ferrari fahren, vielleicht sogar besitzen. Die Automarke ist mehr als nur eine Automarke – sie ist die vollendete Projektionsfläche der sehnlichsten Wünsche und Tagträume geworden. Das Auto steht für Luxus und Kraft, für Sportlichkeit und Schönheit.

Vom Rennauto zum Designobjekt

Die Materialisierung des Ferrari-Traums nahm ihren Anfang 1946 im norditalienischen Maranello. Dort gründete in jenem Jahr der ehemalige Alfa-Rennfahrer Enzo Ferrari seine Firma als eigenständige Marke. Bereits ein Jahr später erblickte der Ferrari 125 C Sport mit einem starken 1,5-Liter-V12-Motor das Licht der staunenden Automobilwelt. In dieser Zeit war Ferrari vor allem auf die Herstellung von Sportwagen für offizielle Rennen spezialisiert, die an zahlungskräftige Kunden veräußert wurden. Aber schon damals war Ferrari innovativ. Und so wandte sich die kleine Firma in den folgenden Jahren verstärkt der Produktion von Straßenwagen zu, die nicht für den Renneinsatz gedacht und geeignet waren.
Dabei holte sich Enzo Ferrari die renommiertesten Designer wie Pininfarina, Scaglietti, Bertone und Vignale ins Haus, die ein technisch hochentwickeltes Fortbewegungsmittel in ein Accessoire für die Reichen, Schönen und Prominenten verwandelten. Die bis zum heutigen Tag begehrenswerte und unwiderstehliche Synthese aus leistungsfähigen V8- und V12-Motoren mit unverwechselbarem Klang und edlem Outfit war geboren. Man denke dabei nur an die Modelle 512 BB und Testarossa 512M.

Erfolge in der Formel 1

Daneben blieb Ferrari seinem Ursprung - dem professionellen Motorsport - treu und gewann in den 1950er Jahren gleich vier Mal die Formel-1-Weltmeisterschaft mit so unvergesslichen Fahrern wie Ascari, Fangio und Hawthorn. Gleich fünf Mal gewann Ferrari die WM der Sportwagenmarken. Und als einziges Team mischte die "Scuderia" seit 1950 bei allen Formel-1-Weltmeisterschaften mit. Die Erfolge, gerade in den letzten Jahren mit Michael Schumacher, sprechen Bände: Sein Serienrekord von sechs WM-Titeln in Folge dürfte lange uneinholbar bleiben.


79795127 Bilder-Galerie

Rote Renner aus Maranello: Ferrari - Mythos, Kult und Design-Objekt



14 Fahrer- und 14- Konstruktionsweltmeisterschaften hat Ferrari bis 2004 insgesamt für sich entschieden und war viele Jahre lang das einzige Team, das sämtliche Komponenten seiner Rennwagen selbst produzierte.

Wie das Pferd zum Firmenlogo wurde

1923 lernte Ferrari die Gräfin Paolina, Mutter des im Krieg gefallenen Fliegerhelden Francesco Baracca kennen. Diese machte ihm den Vorschlag, das Emblem ihres Sohnes als Glücksbringer zu übernehmen. Neun Jahre später lehrte erstmals das schwarze "Cavallino rampante" ( das "sich aufbäumende Pferdchen") auf gelbem Grund mit den Buchstaben S F für "Scuderia Ferrari" seine Konkurrenten das Fürchten. Inzwischen ist es ein eingetragenes Warenzeichen für die Firma Ferrari, die seit 1969 zum FIAT-Konzern gehört.


[Laudatio/Leadsatz/tig - Fotos: stock.xchng, Reuters]



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Web-Links:

Wissenswertes: Ferrari bei Wikipedia
Offiziell: Website von Ferrari
Fans unter sich: Ferrari-Club Deutschland


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