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Vespa S - Neuer Roller für junge Wilde
1035719711Eine Vespa wird immer eine Vespa bleiben. Doch von Zeit zu Zeit muss auch so ein Kult-Klassiker wie die Mutter aller Motorroller ein bisschen geliftet werden. Das hat Piaggio jetzt mit seiner kleinsten Vespa getan: Die neue Vespa S soll an das Lebensgefühl und die Erfolge der 70er erinnern.

Bilder-Galerie: Vespa S im Detail

„Wie schön ist es doch, in den Bologneser Hügeln herumzufahren,
wenn du eine Vespa Special hast,
die alle deine Probleme beseitigt...“

(Refrain des Songs „50 Special“ von Luna Pop)

Vespa für wilde Zeiten

Die Vespa ist eine Legende. Besonderen Kult-Status genießen aber vor allem in Italien die Modelle „Primavera“ und „Special“: Für viele heute erwachsene Italiener war die seit Ende der 1960er gebaute „Vespino“ („kleine Vespa“) der erste motorisierte Untersatz, der sie durch die wilden 70er begleitete. Wie tief diese Liebe geht, hat vor ein paar Jahren die Teenie-Band Luna Pop bewiesen: Ihr Song über die legendäre Cinquanta Special, die junge Menschen unabhängig macht, dominierte wochenlang die Charts, mittlerweile können ihn wohl die meisten Italiener auswendig. Und genau an diese Legende will Piaggio mit der neuen Vespa nun anknüpfen – an das Lebensgefühl jener Zeit, aber natürlich auch an die Erfolge.

So ist es kein Zufall, dass die neue Vespa-Generation einfach den Namen S trägt: S wie Special, S wie Settanta (Siebzig), S wie Sport. Denn genau um diese Sportlichkeit ging es damals mit der kleinen Vespa, und so soll auch das neue Modell sein: ein wendiges, leichtes, dynamisches Stadtgefährt für junge Menschen, die ihr Leben in die Hand nehmen.


1035719691Bilder-Galerie

Neue Roller-Generation mit alten Tugenden und legendären Vorgängern: Die Vespa S im Detail



Alte Tugenden

Große technische Änderungen hat die neue Vespa allerdings nicht erfahren –schließlich hat sich das Prinzip ja seit über 60 Jahren bewährt. So darf man von der Vespa S alles erwarten, was man an den Vorgängermodellen schon schätzte: Wichtigstes Merkmal ist und bleibt die selbsttragende Stahlkarosserie. Wo andere einen Stahlrohrrahmen mit Kunststoff verkleiden, ist und bleibt die Vespa Rahmen und Karosserie in einem - wenngleich mittlerweile bei nichttragenden Teilen natürlich reichlich Kunststoff zum Einsatz kommt.

Auch ein weiteres Charakteristikum bleibt: Die einseitige, seitliche Radaufhängung, die auch heute noch verrät, dass es einst ein Flugzeugbauer war, der die Vespa erfunden hat.

Neues, altes Design

Viele Neuerungen gab's dagegen beim Design. So kommt die Vespa jetzt wieder mit einem rechteckigen Scheinwerfer daher, der ganz ähnlich auch in den 70ern die Front der „Special“ und „Primavera“ dominierte.

1035719681Zudem soll ein neuer Frontgrill der kleinen Vespa eine etwas aggressivere Note verleihen. Die Kotflügel sind etwas kleiner geworden, dadurch soll das Vorderrad dominanter wirken – ein Design-Eingriff, der witzigerweise vor Jahren schon bei den Vespa fahrenden Mods sehr beliebt war. Auch am Heck sind die Formen nun wieder klarer und kantiger geworden, das ist natürlich ebenfalls eine Reminiszenz an die wilden 70er.

Die neue Vespa gibt es in zwei Versionen mit unterschiedlicher Motorisierung: „Sport“ nennt sich die kleine 50er, „Touring“ die größere und etwas komfortablere 125er. Beide werden von den bewährten luftgekühlten Zweitaktmotoren (natürlich mit Kat) angetrieben.


[Titus Gast/Leadsatz – Fotos: Piaggio]



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