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Oben-Ohne-Kult für Generationen: Alfa Spider

alfa_spider1983_150Es gibt nur wenige Autos, die Opa und Enkel gleichermaßen begeistern. Der Spider von Alfa Romeo ist so ein Dauerbrenner: Jahrzehnte lang fast unverändert, steht er wie kein anderes Auto für italienisches Lebensgefühl und Dolce Vita und hat sich zum Kult-Cabrio entwickelt.

Bilder-Galerie: Spider von 1966 bis 2007

 

Nur wenige Traumautos sind so mit einem Land und seinem Lebensgefühl verknüpft wie der Alfa Spider. Wären beispielsweise Ferrari oder Lamborghini amerikanische, französische oder deutsche Firmen, dann wäre das zwar schade für die Autonation Italien, aber nicht tragisch. Der Alfa Spider hingegen ist das Dolce-Vita-Mobil schlechthin – vielleicht mal abgesehen von der Vespa. Es gibt ganz zweifellos schönere Cabrios, auch aus Italien. Aber es gibt eben keine, die quasi Italien sind.

 

Schweres Erbe

alfa_spider_discovolante150 Dabei hatte es anfangs gar nicht so ausgesehen, als würde dieses Auto mal zur Legende. Es gab auch keinen Grund dazu: Die Giulietta Spider sorgte ab 1955 für Furore, und galt zehn Jahre lang als einer der beliebtesten Zweisitzer überhaupt. 1965 kam dann die Giulia, um das schwere Erbe anzutreten – ebenfalls mit Erfolg. Schon Regisseur Federico Fellini und Filmdiva Sophia Loren schwärmten für die Cabrio-Klassiker.

Zu dieser Zeit bastelte Stardesigner Battista Pininfarina schon seit Jahren an einem Nachfolger. Der sollte runder und futuristischer wirken wie die Modelle aus den USA, die kräftig Anleihen bei der Raumfahrt nahmen. Einer der ersten Entwürfe hatte noch kapitale Heckflossen, doch nach und nach wurde aus dem gewagten Pininfarina-Entwurf eine runde Sache.

 

Der "Tintenfischknochen" kommt

1966 war es dann so weit: Alfa Romeo präsentierte den neuen Spider auf dem Autosalon in Genf. Publikum und Presse waren enttäuscht: Der Neue Zweisitzer sah eher aus wie ein Raumgleiter mit seinen runden Formen, und an die Vorgängermodelle Giulia und Giulietta erinnerte fast gar nichts mehr.Außerdem hatte das Gefährt noch nicht mal einen richtigen Namen; "Spider" war ja nur die in Italien übliche Zusatzbezeichnung für einen offenen Zweisitzer. Das wäre ungefähr so, als würde VW seinen Passat einfach nur "Kombi" nennen.

Wegen seiner Form hatte das Auto auch schnell einen wenig verkaufsfördernden inoffiziellen Namen: "Osso di sepia" – "Tintenfischknochen". Das hatten die Arbeiter in der Alfa-Fabrik erfunden, und da blieb die Bezeichnung natürlich nicht. Per Wettbewerb wurde schließlich "Duetto Spider" als offizieller Name für das neue Auto gekürt.


alfa_spider_duetto70Bilder-Galerie

Treffen der Generationen: Legendäre und umstrittene Alfa-Spider-Modelle von 1996 bis 2007

 


Kleiner Schnitt mit großer Wirkung

Richtig populär wurde der Spider erst ab 1967. Im Streifen "Die Reifeprüfung" spielte er eine wichtige Nebenrolle. Was blieb, waren die Diskussionen um die Form. Pininfarina war zwar kurz nach der Präsentation des "Tintenfischknochens" gestorben, dennoch wurde an der Form weiter gebastelt. Schon 1968 folgte eine überarbeitete Variante, der Spider "Fastback": Dem hatte man quasi einfach das runde Heck abgeschnitten. Umgehend war Ruhe an der Kritikerfront. Eine Auto-Legende war geboren.



 
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