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Tazio Nuvolari - Der fliegende Mantuaner

1047186611Nur wenige Tage nach einem schweren Trainingsunfall ließ sich Tazio Nuvolari für den Monza Grand Prix 1925 mit zwei gebrochenen Beinen auf sein Motorrad schnallen und beendete das Rennen als Sieger. Die Geburt einer Legende.

Halsbrecherische Aktionen waren charakteristisch für Nuvolari, den Ferdinand Porsche den "größten Fahrer der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" nennt. Mit seiner spektakulären, aber auch brillanten Fahrweise gewann Nuvolari die Herzen unzähliger Rennsportfans und wird auch heute noch, 53 Jahre nach seinem Tod, geehrt.

Am 18. November 1892 wurde Tazio Nuvolari in Castel d’Ario, einem kleinen Ort in der Nähe von Mantua, geboren. Sein Onkel Guiseppe, der beim Fahrrad- und Motorradhersteller Bianchi beschäftigt war, eröffnete ihm die Welt des Rennsports. 28 Jahre alt war er, als er sein erstes Motorradrennen bestritt. Von da an ging es mit seiner Karriere und Popularität steil aufwärts. Der gelbe Pullover, den Nuvolari zu jedem Rennen trug, wurde sein Markenzeichen.

Frühe Erfolge

Bereits nach zwei Jahren sicherte Nuvolari sich den EM-Titel auf Bianchi - für viele ein Indikator für die überwältigenden Erfolge, die Nuvolari in den folgenden Jahren feiern sollte. 1925 begann "Il Montalano Volante" - Der fliegende Mantuaner -, sich neben dem Motorradrennsport verstärkt auf Autorennen zu konzentrieren. Auch hier ließen die ersten Siege nicht lange auf sich warten.

Von zwei auf vier Räder

1927 gründete Nuvolari gemeinsam mit seinem späteren Rivalen Achille Varzi ein eigenes Atorennteam. In seinem Bugatti gewann er im gleichen Jahr den Großen Preis von Rom und ein Jahr darauf den Großen Preis von Alessandria. 1929 stieg Nuvolari auf Alfa Romeo um und besiegte Varzi beim legendären Langstreckenrennen Mille Miglia, obwohl sein alter Partner im weitaus besseren Fahrzeug saß. Nuvolaris Trick: Drei Kilometer vor dem Ziel pirschte er sich mit ausgeschaltetem Licht bei Nacht an den Konkurrenten heran gepirscht. Auf gleicher Höhe schaltete er das Licht wieder an, lächelte Varzi zu und zog an ihm vorbei.




 
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